Industrie kritisch zu Verteilung der Forschungs-Fördermittel

Industriellenvereinigung sieht Bereich der Wirtschaft unterdotiert -Volle Unterstützung für Forschungsstrategie Austria - 2,5 Prozent F & E Anteil am BIP bis 2005 nur gemeinsam mit Unternehmen erreichbar -Reihe von FFF-Projekte können nicht finanziert werden

Wien (PdI) Die Industriellenvereinigung mahnt anlässlich der stattfindenden Sitzung des Rates für Forschung und Technologieentwicklung den wirtschaftsnäheren Einsatz der Fördermittel aus dem Offensivprogramm der Bundesregierung ein. "Sosehr die bisherige ausgezeichnete, professionelle Arbeit des Rates für F & Te die Anerkennung der Industrie findet, so muss darauf hingewiesen werden, dass bei der Verteilung der Fördermittel aus dem Offensiveprogramm der Bundesregierung - bisher wurden von den 7 Mrd. S (rd. 508 Mio. €) Mittel bis auf 1,1 Mrd. S (rd. 80 Mio. €) bereits vergeben - die vom Rat selbst formulierte 3-Säulen-Strategie nicht voll eingehalten werden konnte und der Bereich Wirtschaft unterdotiert worden ist", betont die Industriellenvereinigung.

Da gerade die Unternehmen - im Sinne der Ratsstrategie - den Löwenanteil bei der Erreichung des von der Bundesregierung formulierten Zieles (2,5% des BIP F&E Investitionen bis 2005) zu tragen haben werden, stehen der Wirtschaft zu wenig Fördermittel zur Verfügung. Dies umso mehr, als beim FFF eine Reihe an Projekten mangels Finanzmittel nicht finanziert werden konnte.

Berechnungen haben ergeben, dass der Rat

  • zu einem hohen Ausmaß Altlasten, die aus fehlender Dotierung aus Budgetmittel der Ressorts aus der Vergangenheit resultieren, abzudecken hatte
  • notwendige Programme, die aus normalen Budgets nicht finanzierbar waren (z.B. Nachwuchsförderung, etc.) zu finanzieren hatte und
  • auch die Strategie, den Universitäten nur dann Gelder zur Verfügung zu stellen, wenn diese in Kooperation mit der Wirtschaft eingesetzt werden, nicht voll einhalten konnte.

Die Industrie anerkennt die hohe Bedeutung der universitären Grundlagenforschung und den außeruniversitären Forschungssektor, tritt aber für eine streng nach Projekten und Zielvorgaben ausgerichtete weitere Förderung letzteren Bereiches - wie etwa der Kompetenzzentren, CD-Labors - ein.

Während die Förderung von angewandter Forschung im FHS Sektor sinnvoll und notwendig ist, wenn sie nach regionalen Bedürfnissen, Analyse der Wettbewerbssituation zu den Universitäten und vorhandenen Forschungspersonal erfolgt, besteht der Eindruck, dass gerade in außeruniversitären Forschungseinrichtungen, die vielfach heute schon gut dotiert sind, die Begehrlichkeit wächst, vorhandene knappe Forschungsmittel über Gebühr zu beanspruchen, so die Industriellenvereinigung.

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