• 15.02.2002, 09:59:35
  • /
  • OTS0045 OTW0045

Industrie kritisch zu Verteilung der Forschungs-Fördermittel=

Industriellenvereinigung sieht Bereich der Wirtschaft unterdotiert -
Volle Unterstützung für Forschungsstrategie Austria - 2,5 Prozent F &
E Anteil am BIP bis 2005 nur gemeinsam mit Unternehmen erreichbar -
Reihe von FFF-Projekte können nicht finanziert werden

Wien (PdI) Die Industriellenvereinigung mahnt anlässlich der
stattfindenden Sitzung des Rates für Forschung und
Technologieentwicklung den wirtschaftsnäheren Einsatz der
Fördermittel aus dem Offensivprogramm der Bundesregierung ein.
"Sosehr die bisherige ausgezeichnete, professionelle Arbeit des Rates
für F & Te die Anerkennung der Industrie findet, so muss darauf
hingewiesen werden, dass bei der Verteilung der Fördermittel aus dem
Offensiveprogramm der Bundesregierung - bisher wurden von den 7 Mrd.
S (rd. 508 Mio. €) Mittel bis auf 1,1 Mrd. S (rd. 80 Mio. €) bereits
vergeben - die vom Rat selbst formulierte 3-Säulen-Strategie nicht
voll eingehalten werden konnte und der Bereich Wirtschaft
unterdotiert worden ist", betont die Industriellenvereinigung.

Da gerade die Unternehmen - im Sinne der Ratsstrategie - den
Löwenanteil bei der Erreichung des von der Bundesregierung
formulierten Zieles (2,5% des BIP F&E Investitionen bis 2005) zu
tragen haben werden, stehen der Wirtschaft zu wenig Fördermittel zur
Verfügung. Dies umso mehr, als beim FFF eine Reihe an Projekten
mangels Finanzmittel nicht finanziert werden konnte.

Berechnungen haben ergeben, dass der Rat

* zu einem hohen Ausmaß Altlasten, die aus fehlender Dotierung
aus Budgetmittel der Ressorts aus der Vergangenheit resultieren,
abzudecken hatte
* notwendige Programme, die aus normalen Budgets nicht
finanzierbar waren (z.B. Nachwuchsförderung, etc.) zu finanzieren
hatte und
* auch die Strategie, den Universitäten nur dann Gelder zur
Verfügung zu stellen, wenn diese in Kooperation mit der Wirtschaft
eingesetzt werden, nicht voll einhalten konnte.

Die Industrie anerkennt die hohe Bedeutung der universitären
Grundlagenforschung und den außeruniversitären Forschungssektor,
tritt aber für eine streng nach Projekten und Zielvorgaben
ausgerichtete weitere Förderung letzteren Bereiches - wie etwa der
Kompetenzzentren, CD-Labors - ein.

Während die Förderung von angewandter Forschung im FHS Sektor
sinnvoll und notwendig ist, wenn sie nach regionalen Bedürfnissen,
Analyse der Wettbewerbssituation zu den Universitäten und vorhandenen
Forschungspersonal erfolgt, besteht der Eindruck, dass gerade in
außeruniversitären Forschungseinrichtungen, die vielfach heute schon
gut dotiert sind, die Begehrlichkeit wächst, vorhandene knappe
Forschungsmittel über Gebühr zu beanspruchen, so die
Industriellenvereinigung.

Rückfragehinweis: IV-Newsroom

Tel.: (01) 711 35/2311
Fax: (01) 711 35/2313
email: info@newsroom.at
http://www.iv-net.at

OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NPI/NPI

Bei Facebook teilen.
Bei X teilen.
Bei LinkedIn teilen.
Bei Xing teilen.
Bei Bluesky teilen

Stichworte

Channel