ARBÖ: Mautvignettenmoral gestiegen, dennoch 23 Prozent ohne unterwegs

Nicht auf Strafe ankommen lassen

Wien (ARBÖ) - Die ARBÖ-Vignettenspäher haben bereits Ende Jänner 2002 einen Vignettencheck unternommen. Nachdem seit 1. Februar auf Österreichs Autobahnen und Schnellstraßen nur mehr die lila Mautvignette für 2002 erlaubt ist, sind die ARBÖ-Vignettenspäher heute neuerlich ausgeschwärmt.

So wurden 886 Fahrzeuge genau unter die Lupe genommen. Das Ergebnis im Detail: 77 Prozent der "erspähten" Fahrzeuge hatten die neue lila Mautvignette für 2002 aufgeklebt. 23 Prozent der Fahrzeuge waren ohne gültige Mautvignette unterwegs. Von diesen "Vignettensündern" hatten rund zwei Drittel noch die alte orange Vignette für 2001 aufgeklebt, ein Drittel war sogar ohne Mautpickerl unterwegs.

Vergleicht man das Ergebnis der heutigen Blitzerhebung mit der im Jänner, so ist erkennbar, dass die Vignettenmoral gestiegen ist. Dennoch sind laut ARBÖ-Vignettenspäher rund ein Viertel der Fahrzeuge (23 Prozent) ohne einer gültigen Vignette unterwegs, was im Gegensatz zur Mehrheit der Kraftfahrer als unfair bezeichnet werden muss.

Auf der Windschutzscheibe dürfen gleichzeitig nur maximal zwei österreichische Vignetten aufgeklebt sein. Dennoch hatten laut ARBÖ-Vignettenspäher von den 886 Fahrzeugen rund sieben Prozent drei Vignetten auf den Windschutzscheiben kleben. Rekordverdächtig diesmal waren gleich sieben Fahrzeuge mit vier Mautpickerln auf der Windschutzscheibe.

Tipp der ARBÖ-Vignettenspäher: "Es kommt nicht auf die Vielzahl der Vignetten an, sondern auf das gültige Vignettenpickerl und das ist lila! Und man sollte es nicht auf eine Strafe ankommen lassen, denn wer ohne gültige, geklebte Vignette das österreichische Autobahnen- und Schnellstraßennetz benützt, muss als Pkw-Fahrer mit einer Ersatzmaut von EUR 220,- (ATS 1.650,-) oder mit einer Anzeige rechnen, deren Strafrahmen bis maximal EUR 2.180,- (ATS 30.000,-) reicht."

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