- 14.02.2002, 10:51:29
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Vorstand der Post AG vernichtet mit der geplanten Spartenorganisation bis zu 11.000 Arbeitsplätze
Personalvertretung fordert die Kapitalvertreter im Aufsichtsrat der Post AG auf, ihre aktienrechtliche Sorgfaltspflicht und Verantwortlichkeit wahrzunehmen
Wien (GPF/ÖGB). Der Zentralausschuss hat am heute, Donnerstag, dem
gesamten Vorstand der Post AG den in der Zentralausschuss-Sitzung vom
12.2.2002 beschlossenen Einspruch gegen die Wirtschaftsführung
übermittelt.++++
Der Einspruch beinhaltet eine begründete Ablehnung der gesetzten
wirtschaftlichen Maßnahmen, die personellen Auswirkungen und eine
Aufforderung an den Vorstand in die gesetzlich vorgesehenen
Einigungsverhandlungen zu treten.
"Schlicht und einfach katastrophal" betitelt Gerhard Fritz,
Vorsitzender des Zentralausschusses die Auswirkungen der
Vorstandsvorhaben auf die Kolleginnen und Kollegen in der Post AG.
"Die Maßnahmen die der Vorstand jetzt setzt, bedeuten die Zerstörung
der Post in Österreich und eine mutwillige Vernichtung von bis zu
11.000 Arbeitsplätzen! 11.000 Arbeitsplätze sind 11.000 betroffene
Menschen und 11.000 Familien, die da in den persönlichen Ruin
gestürzt werden sollen!", so Fritz entsetzt weiter.
Die Belegschaftsvertreter aller Fraktionen teilen diese Meinung
und bezeichnen die Vorgangsweise der Postvorstandes nicht nur als
wirtschaftlichen Kamikaze-Flug, sondern vor allem gegenüber den
täglich hart arbeitenden Postlerinnen und Postlern als
menschenverachtend und skandalös.
Die Personalvertretung fordert die Kapitalvertreter im
Aufsichtsrat auf, ihrer aktienrechtlichen Sorgfaltspflicht und
Verantwortlichkeit nachzukommen und vor weiteren Schritten des
Postvorstandes die Vorlage einer Wirtschaftlichkeitsberechnung und
einer Mittelfristplanung für die Spartenorganisation zu verlangen.
ÖGB, 14. Feber 2002
Nr. 137
Rückfragehinweis: Martin Palensky
Zentralausschuss Post AG
Mobil:O664/ 624 1206
Tel.:(01) 515 51/ 90010
e-mail: martin.palensky@post.at
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