Vorstand der Post AG vernichtet mit der geplanten Spartenorganisation bis zu 11.000 Arbeitsplätze

Personalvertretung fordert die Kapitalvertreter im Aufsichtsrat der Post AG auf, ihre aktienrechtliche Sorgfaltspflicht und Verantwortlichkeit wahrzunehmen

Wien (GPF/ÖGB). Der Zentralausschuss hat am heute, Donnerstag, dem gesamten Vorstand der Post AG den in der Zentralausschuss-Sitzung vom 12.2.2002 beschlossenen Einspruch gegen die Wirtschaftsführung übermittelt.++++

Der Einspruch beinhaltet eine begründete Ablehnung der gesetzten wirtschaftlichen Maßnahmen, die personellen Auswirkungen und eine Aufforderung an den Vorstand in die gesetzlich vorgesehenen Einigungsverhandlungen zu treten.

"Schlicht und einfach katastrophal" betitelt Gerhard Fritz, Vorsitzender des Zentralausschusses die Auswirkungen der Vorstandsvorhaben auf die Kolleginnen und Kollegen in der Post AG. "Die Maßnahmen die der Vorstand jetzt setzt, bedeuten die Zerstörung der Post in Österreich und eine mutwillige Vernichtung von bis zu 11.000 Arbeitsplätzen! 11.000 Arbeitsplätze sind 11.000 betroffene Menschen und 11.000 Familien, die da in den persönlichen Ruin gestürzt werden sollen!", so Fritz entsetzt weiter.

Die Belegschaftsvertreter aller Fraktionen teilen diese Meinung und bezeichnen die Vorgangsweise der Postvorstandes nicht nur als wirtschaftlichen Kamikaze-Flug, sondern vor allem gegenüber den täglich hart arbeitenden Postlerinnen und Postlern als menschenverachtend und skandalös.

Die Personalvertretung fordert die Kapitalvertreter im Aufsichtsrat auf, ihrer aktienrechtlichen Sorgfaltspflicht und Verantwortlichkeit nachzukommen und vor weiteren Schritten des Postvorstandes die Vorlage einer Wirtschaftlichkeitsberechnung und einer Mittelfristplanung für die Spartenorganisation zu verlangen.

ÖGB, 14. Feber 2002
Nr. 137

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Martin Palensky

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