Kautz: Neuverhandlungen zu Postämterschließungen in Niederösterreich

Andere Bundesländer konnten Schließungspläne verringern oder ganz verhindern

St. Pölten, (SPI) - "Neuverhandlungen zwischen dem Land, den Gemeinden und der Postdirektion über die geplante Schließung von rund 230 Postämterstandorten in Niederösterreich", fordert der Neunkirchner Bürgermeister LAbg. Herbert Kautz. Kautz: "Wenn man beispielsweise in Betracht zieht, dass es dem Land Tirol gelungen ist, der Post die Aussetzung der Schließungspläne für ein ganzes Jahr abzuringen und weitere Verhandlungen zu führen, so sieht man, was möglich ist. Was für Tirol gut ist sollte auch in Niederösterreich möglich sein. Landeshauptmann Erwin Pröll sollte daher seine Zustimmung zur Schließungsorgie bei den Postämtern zurückziehen und ebenso Neuverhandlungen verlangen."****

Zur Verdeutlichung der Sachlage ist ebenso festzustellen, dass die Post bis heute nicht den Forderungen des Landes Niederösterreich im Zusammenhang mit ihrer Neustrukturierung nachgekommen ist. So gibt es bis heute kein Versorgungskonzept für jeden Standort, es gab keine Verhandlungen mit allen Bürgermeistern, es gibt keine Garantie für die Gemeinden, dass sie ihre Postleitzahlen behalten können. "Zudem droht die Zerschlagung der Post in fünf Geschäftsfelder, wie das die Kapitalvertreter des Aufsichtsrates vor kurzem gegen die Stimmen der Personalvertretung beschlossen haben, den unternehmerischen Erfolg und das Service für die Kunden weiter zu verschlechtern. Einerseits wird in der Fläche Personal abgebaut und Standorte geschlossen, andererseits ist aber Geld da für gleich fünf neue Direktorenposten und ihr ganzes Umfeld, wie Büros und Dienstwagen mit Chauffeure. Die Belegschaft befürchtet durch die neuen Maßnahmen Mehrkosten von fast 250 Mio. Euro (3,5 Mrd. Schilling). Damit könnte man in ganz Österreich nicht nur alle 700 zur Schließung vorgesehenen Postämter für Jahrzehnte weiterbetreiben, auch würden alle Postbediensteten, vor allem jene, die derzeit nur befristete Dienstverträge haben, ihren Job behalten können. Das muss es uns wert sein, Neuverhandlungen zu verlangen", so Kautz.
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