• 14.02.2002, 09:10:04
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Kautz: Neuverhandlungen zu Postämterschließungen in Niederösterreich

Andere Bundesländer konnten Schließungspläne verringern oder ganz verhindern

St. Pölten, (SPI) - "Neuverhandlungen zwischen dem Land, den
Gemeinden und der Postdirektion über die geplante Schließung von rund
230 Postämterstandorten in Niederösterreich", fordert der
Neunkirchner Bürgermeister LAbg. Herbert Kautz. Kautz: "Wenn man
beispielsweise in Betracht zieht, dass es dem Land Tirol gelungen
ist, der Post die Aussetzung der Schließungspläne für ein ganzes Jahr
abzuringen und weitere Verhandlungen zu führen, so sieht man, was
möglich ist. Was für Tirol gut ist sollte auch in Niederösterreich
möglich sein. Landeshauptmann Erwin Pröll sollte daher seine
Zustimmung zur Schließungsorgie bei den Postämtern zurückziehen und
ebenso Neuverhandlungen verlangen."****

Zur Verdeutlichung der Sachlage ist ebenso festzustellen, dass die
Post bis heute nicht den Forderungen des Landes Niederösterreich im
Zusammenhang mit ihrer Neustrukturierung nachgekommen ist. So gibt es
bis heute kein Versorgungskonzept für jeden Standort, es gab keine
Verhandlungen mit allen Bürgermeistern, es gibt keine Garantie für
die Gemeinden, dass sie ihre Postleitzahlen behalten können. "Zudem
droht die Zerschlagung der Post in fünf Geschäftsfelder, wie das die
Kapitalvertreter des Aufsichtsrates vor kurzem gegen die Stimmen der
Personalvertretung beschlossen haben, den unternehmerischen Erfolg
und das Service für die Kunden weiter zu verschlechtern. Einerseits
wird in der Fläche Personal abgebaut und Standorte geschlossen,
andererseits ist aber Geld da für gleich fünf neue Direktorenposten
und ihr ganzes Umfeld, wie Büros und Dienstwagen mit Chauffeure. Die
Belegschaft befürchtet durch die neuen Maßnahmen Mehrkosten von fast
250 Mio. Euro (3,5 Mrd. Schilling). Damit könnte man in ganz
Österreich nicht nur alle 700 zur Schließung vorgesehenen Postämter
für Jahrzehnte weiterbetreiben, auch würden alle Postbediensteten,
vor allem jene, die derzeit nur befristete Dienstverträge haben,
ihren Job behalten können. Das muss es uns wert sein,
Neuverhandlungen zu verlangen", so Kautz.
(Schluss) fa

Rückfragehinweis: Landtagsklub der SPÖ NÖ

Tel: 02742/9005 DW 12794

OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NSN/NSN

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