- 13.02.2002, 13:32:58
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Grünewald: Fakultätslösung ist Medizin-Unis vorzuziehen
Medizinuniversitäten werden höhere Kosten verursachen
Wien (OTS) "Die notwendigen Sonderbestimmungen für Medizin sind
legistisch auch im Rahmen der Fakultätslösung innerhalb einer
Gesamtuniversität möglich. Diese Lösung ist eigenen
Medizin-Universitäten vorzuziehen, weil sowohl die Synergien in
Forschung und Lehre als auch in ökonomischer Hinsicht an der
Gesamtuniversität wesentlich höher sind", erklärt heute der
Wissenschaftssprecher der Grünen, Kurt Grünewald.
"Die von Regierungsseite vorgeschlagene 'Dachkonstruktion' zwischen
Medizinischer Universität und der alten 'Heimatuniversität' dagegen
ist dünn und wenig tragfähig. Sie führt zur Verdoppelung der
Hierarchien und damit zu einer Verteuerung", so Grünewald. "Von
Kostenneutralität kann also keine Rede sein: Wenn man die zentrale
Verwaltung aufspaltet, fallen alle Synergieeffekte weg, und es wird
in jedem Fall teurer", so Grünewald.
Wenn zudem keine geeigneten Sonderbestimmungen und
Kooperationsverträge mit den Ländern und ihren Krankenhausträgern
erreicht werden, sei zu befürchten, daß wieder die Trägerinteressen
vor die universitären gereiht werden und die Uni-Kliniken immer mehr
zu Landesprimariaten und Versorgungseinrichtungen werden.
"Wenn Universitäten zum Spielball restriktiver Budgets und
expandierender Kosten im Gesundheitsbereich werden, werden Lehre und
Forschung an den Kliniken schwer unter Druck geraten. Es droht dann
eine Polarisierung zwischen Theorie, Zwischenklinik und Klinik", so
Grünewald.
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