Grünewald: Fakultätslösung ist Medizin-Unis vorzuziehen

Medizinuniversitäten werden höhere Kosten verursachen

Wien (OTS) "Die notwendigen Sonderbestimmungen für Medizin sind legistisch auch im Rahmen der Fakultätslösung innerhalb einer Gesamtuniversität möglich. Diese Lösung ist eigenen Medizin-Universitäten vorzuziehen, weil sowohl die Synergien in Forschung und Lehre als auch in ökonomischer Hinsicht an der Gesamtuniversität wesentlich höher sind", erklärt heute der Wissenschaftssprecher der Grünen, Kurt Grünewald.

"Die von Regierungsseite vorgeschlagene 'Dachkonstruktion' zwischen Medizinischer Universität und der alten 'Heimatuniversität' dagegen ist dünn und wenig tragfähig. Sie führt zur Verdoppelung der Hierarchien und damit zu einer Verteuerung", so Grünewald. "Von Kostenneutralität kann also keine Rede sein: Wenn man die zentrale Verwaltung aufspaltet, fallen alle Synergieeffekte weg, und es wird in jedem Fall teurer", so Grünewald.

Wenn zudem keine geeigneten Sonderbestimmungen und Kooperationsverträge mit den Ländern und ihren Krankenhausträgern erreicht werden, sei zu befürchten, daß wieder die Trägerinteressen vor die universitären gereiht werden und die Uni-Kliniken immer mehr zu Landesprimariaten und Versorgungseinrichtungen werden.

"Wenn Universitäten zum Spielball restriktiver Budgets und expandierender Kosten im Gesundheitsbereich werden, werden Lehre und Forschung an den Kliniken schwer unter Druck geraten. Es droht dann eine Polarisierung zwischen Theorie, Zwischenklinik und Klinik", so Grünewald.

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