- 08.02.2002, 16:01:15
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VP-Klubobmann vergleicht im Strommarkt Äpfel mit Birnen=
Der Vergleich zwischen dem Verbund und Wienstrom, den
VP-Klubobmann Dr. Matthias Tschirf heute angestellt hat, ist wie
Äpfel mit Birnen vergleichen. Zwei Unternehmen mit gänzlich
unterschiedlichen Unternehmens- und Kundenstrukturen sowie
Wertschöpfungsstufen werden gegenübergestellt.****
Der Verbund ist ein Stromproduzent und Transportnetzbetreiber. Er
liefert den Großteil der produzierten Elektrizität an Wiederverkäufer
und wenige Großkunden. Die Absatzsteigerung des Verbunds erfolgt im
Wesentlichen durch internationale Stromhandelsaktivitäten mit
geringen Margen.
Wienstrom hat demgegenüber neben der Stromerzeugung und dem
Stromtransport vor allem die Aufgaben eines Verteilernetzbetreibers.
Das Unternehmen versorgt über ein ca. 25.000 km langes Verteilernetz
etwa 1,5 Millionen Kundenanlagen. Wienstrom betreut mehr als eine
Million Haushaltskunden und hat einen auf Service, Qualität und
Versorgungssicherheit aufgebauten Kundendienst.
Bei diesen unterschiedlichen Unternehmenszielen liegt es in der
Natur der Sache, dass der Verbund einen höheren Stromabsatz pro
Mitarbeiter und einen größeren Umsatz pro Mitarbeiter aufweist.
Wienstrom hat den Personalstand zwischen 1997 und 2000 fast um ein
Drittel mehr verringert, als Dr. Tschirf angibt. 404 Mitarbeiter oder
knapp 10 Prozent weniger zählte das Unternehmen im Jahr 2000 an
Personal. Wenn man den Stand von 1997 zur heutigen Mitarbeiterzahl
vergleicht, hat Wienstrom um 17,9 Prozent weniger Beschäftigte. Durch
die Abspaltung von ca. 300 Mitarbeitern in die Bereiche
Telekommunikation und EDV hat Wienstrom den Mitarbeiterstand im
Energiebereich nochmals gesenkt. Für den Energiebereich bedeutet das
eine Personalreduktion von 25 Prozent seit 1997. Damit hat Wienstrom
sehrwohl die Voraussetzungen geschaffen, um unter schärfsten
Wettbewerbsbedingungen ihren Platz unter den besten Anbietern zu
behaupten.
KWK-Zuschlag hat angemessene Höhe Wienstrom hat sich bewusst zur
Erhaltung unserer Umwelt, zur CO2-Reduktion und somit für die
Energiegewinnung durch KWK-Anlagen entschieden. Wien erbringt im
Bereich der kalorischen Stromproduktion mit seinen KWK-Anlagen allein
so viel CO2-Einsparung, wie der Rest von Österreich zusammen.
Wienstrom leistet damit einen erheblichen Beitrag zur Erreichung des
Kyoto-Ziels.
Wienstrom baut seit 1978, im Gegensatz zu einigen anderen
österreichischen Stromversorgern, umweltfreundliche KWK-Anlagen, die
mit Erdgas betrieben werden. Erdgas war und ist teurer als andere
Brennstoffe, aber dafür besonders umweltfreundlich. Von diesen
Umweltmaßnahmen profitiert ganz Österreich und insbesondere der
Wiener Raum. Durch den KWK-Strom entstehen Wienstrom gegenüber dem
Strompreis am freien Markt erhebliche Mehrkosten. Die Einnahmen aus
dem KWK-Zuschlag werden ausschließlich verwendet, diese durch
KWK-Stromerzeugung verursachte Mehrkosten auszugleichen.
Der Wiener KWK-Zuschlag wurde nach vier unabhängigen Gutachten
festgelegt. Wienstrom hat den Gutachtern umfangreiche Unterlagen
zugänglich gemacht, auf die Entscheidung jedoch keinen Einfluss
genommen. Unabhängig wurde die Höhe 0,7427 Cent oder 10,22 Groschen
pro Kilowattstunde errechnet.
In der Steiermark gibt es beispielsweise eine ähnliche
KWK-Regelung. Dort wurde der KWK-Zuschlag ebenfalls von unabhängigen
Gutachtern errechnet. Die Differenz der Höhe der KWK-Zuschläge in
Wien und der Steiermark ergibt sich lediglich daraus, dass in das
Verteilernetzgebiet von Wienstrom etwa die 3,5-fache KWK-Strommenge
eingespeist wird. In Wien werden über 40 Prozent der in ganz
Österreich erzeugten KWK-Energie produziert. Bei vergleichbaren
Bedingungen würde daher der KWK-Zuschlag in der Steiermark etwa
0,7470 Cent oder 10,28 g/kWh (Wien: 0,7427 Cent oder 10,22 g/kWh)
betragen.
In den letzen Jahren ist der Erdgaspreis gestiegen und der
Strompreis an den Börsen und am freien Markt gefallen. Kritiker an
der Höhe des Wiener KWK-Zuschlags gehen oftmals von veralteten Zahlen
aus.
Rückfragehinweis: Wienstrom GmbH
Pressestelle
Ing. Christian Neubauer
Tel.: (01) 4004 / 30004
Fax: (01) 4004 / 30099
mailto:[email protected]
http://www.wienstrom.at
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