VP-Klubobmann vergleicht im Strommarkt Äpfel mit Birnen

Der Vergleich zwischen dem Verbund und Wienstrom, den VP-Klubobmann Dr. Matthias Tschirf heute angestellt hat, ist wie Äpfel mit Birnen vergleichen. Zwei Unternehmen mit gänzlich unterschiedlichen Unternehmens- und Kundenstrukturen sowie Wertschöpfungsstufen werden gegenübergestellt.****

Der Verbund ist ein Stromproduzent und Transportnetzbetreiber. Er liefert den Großteil der produzierten Elektrizität an Wiederverkäufer und wenige Großkunden. Die Absatzsteigerung des Verbunds erfolgt im Wesentlichen durch internationale Stromhandelsaktivitäten mit geringen Margen.

Wienstrom hat demgegenüber neben der Stromerzeugung und dem Stromtransport vor allem die Aufgaben eines Verteilernetzbetreibers. Das Unternehmen versorgt über ein ca. 25.000 km langes Verteilernetz etwa 1,5 Millionen Kundenanlagen. Wienstrom betreut mehr als eine Million Haushaltskunden und hat einen auf Service, Qualität und Versorgungssicherheit aufgebauten Kundendienst.

Bei diesen unterschiedlichen Unternehmenszielen liegt es in der Natur der Sache, dass der Verbund einen höheren Stromabsatz pro Mitarbeiter und einen größeren Umsatz pro Mitarbeiter aufweist.

Wienstrom hat den Personalstand zwischen 1997 und 2000 fast um ein Drittel mehr verringert, als Dr. Tschirf angibt. 404 Mitarbeiter oder knapp 10 Prozent weniger zählte das Unternehmen im Jahr 2000 an Personal. Wenn man den Stand von 1997 zur heutigen Mitarbeiterzahl vergleicht, hat Wienstrom um 17,9 Prozent weniger Beschäftigte. Durch die Abspaltung von ca. 300 Mitarbeitern in die Bereiche Telekommunikation und EDV hat Wienstrom den Mitarbeiterstand im Energiebereich nochmals gesenkt. Für den Energiebereich bedeutet das eine Personalreduktion von 25 Prozent seit 1997. Damit hat Wienstrom sehrwohl die Voraussetzungen geschaffen, um unter schärfsten Wettbewerbsbedingungen ihren Platz unter den besten Anbietern zu behaupten.

KWK-Zuschlag hat angemessene Höhe Wienstrom hat sich bewusst zur Erhaltung unserer Umwelt, zur CO2-Reduktion und somit für die Energiegewinnung durch KWK-Anlagen entschieden. Wien erbringt im Bereich der kalorischen Stromproduktion mit seinen KWK-Anlagen allein so viel CO2-Einsparung, wie der Rest von Österreich zusammen. Wienstrom leistet damit einen erheblichen Beitrag zur Erreichung des Kyoto-Ziels.

Wienstrom baut seit 1978, im Gegensatz zu einigen anderen österreichischen Stromversorgern, umweltfreundliche KWK-Anlagen, die mit Erdgas betrieben werden. Erdgas war und ist teurer als andere Brennstoffe, aber dafür besonders umweltfreundlich. Von diesen Umweltmaßnahmen profitiert ganz Österreich und insbesondere der Wiener Raum. Durch den KWK-Strom entstehen Wienstrom gegenüber dem Strompreis am freien Markt erhebliche Mehrkosten. Die Einnahmen aus dem KWK-Zuschlag werden ausschließlich verwendet, diese durch KWK-Stromerzeugung verursachte Mehrkosten auszugleichen.

Der Wiener KWK-Zuschlag wurde nach vier unabhängigen Gutachten festgelegt. Wienstrom hat den Gutachtern umfangreiche Unterlagen zugänglich gemacht, auf die Entscheidung jedoch keinen Einfluss genommen. Unabhängig wurde die Höhe 0,7427 Cent oder 10,22 Groschen pro Kilowattstunde errechnet.

In der Steiermark gibt es beispielsweise eine ähnliche KWK-Regelung. Dort wurde der KWK-Zuschlag ebenfalls von unabhängigen Gutachtern errechnet. Die Differenz der Höhe der KWK-Zuschläge in Wien und der Steiermark ergibt sich lediglich daraus, dass in das Verteilernetzgebiet von Wienstrom etwa die 3,5-fache KWK-Strommenge eingespeist wird. In Wien werden über 40 Prozent der in ganz Österreich erzeugten KWK-Energie produziert. Bei vergleichbaren Bedingungen würde daher der KWK-Zuschlag in der Steiermark etwa 0,7470 Cent oder 10,28 g/kWh (Wien: 0,7427 Cent oder 10,22 g/kWh) betragen.

In den letzen Jahren ist der Erdgaspreis gestiegen und der Strompreis an den Börsen und am freien Markt gefallen. Kritiker an der Höhe des Wiener KWK-Zuschlags gehen oftmals von veralteten Zahlen aus.

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