Pumberger: Wünscht Gusenbauer Leistungskürzungen der Krankenkassen?

Boykottaufruf zu Ambulanzgebühren gefährdet die Zahlungsfähigkeit der Krankenkassen

Wien, 2002-02-08 (fpd) - "Wenn der SPÖ-Vorsitzende Gusenbauer seinen Aufruf zum Gesetzesbruch, nämlich die Ambulanzgebühren nicht zu bezahlen, ernst meint, so gefährdet dies massiv die Zahlungsfähigkeit der Krankenkassen. Diesen bleibt dann als Ausweg nur noch die Leistungskürzung. Wenn Gusenbauer dies will, so soll er das auch sagen", meinte heute der freiheitliche Gesundheitssprecher Abg. Dr. Alois Pumberger. ****

"Es hat sich nämlich herausgestellt, daß seit Einführung des Behandlungsbeitrages-Ambulanz die Zahl der Ambulanzbesuche um 33% zurückgegangen sind. Dies bedeutet, daß entweder früher zuviel Ambulanzbesuche verrechnet wurden oder, daß der Lenkungseffekt der Ambulanzgebühr zu greifen beginnt. In beiden Fällen kann jedenfalls von einem Erfolg des Behandlungsbeitrages gesprochen werden", so der FPÖ-Gesundheitssprecher.

"Gewinner sind jedenfalls die Patienten. Sozial Schwache, Kinder, Rezeptgebührenbefreite und viele chronisch Kranke sind von der Gebühr ausgenommen. Für alle anderen gibt es eine jährliche Deckelung von 1.000,- öS (72,67 Euro). Gleichzeitig konnte aber das Defizit der Krankenkassen - ohne Beitragserhöhung - in Richtung Nulldefizit verringert werden", zeigte sich Pumberger erfreut.

"Alle Umfragen ergeben, daß die Patienten auf keinen Fall Leistungskürzungen wollen. Wenn Gusenbauer nun meint, er sei über alle Meinungen erhaben, so soll er das den Österreicherinnen und Österreichern auch mitteilen", schloß Pumberger. (Schluß)

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