- 07.02.2002, 09:05:48
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Keusch: Neuer Verkehrsverbund "Ostösterreich" muss endlich zu Verbesserungen für die Pendler führen
Verteuerung der Fahrkarten durch Wegfall der Bundeszuschüsse ist nicht akzeptabel
St. Pölten, (SPI) - "Wenn die seitens der NÖ Sozialdemokraten seit
Jahren geforderte Zusammenlegung des Verkehrsverbunds Ostregion (VOR)
mit den fünf Regionalverbünden in Niederösterreich und dem südlichen
Burgenland nun endlich realisiert wird, so muss es auch zu spürbaren
Verbesserungen für die Pendler kommen. Konkret muss ein einheitliches
Tarifsystem mit damit günstigeren Fahrpreisen geschaffen werden, die
ohnehin anachronistischen Systemgrenzen müssen fallen. Ganz klar muss
aber festgestellt werden, dass mit dem neuen Verkehrsverbund
"Ostösterreich" keine Verteuerungen für die Fahrgäste verbunden sein
dürfen. Der Ausstieg des Bundes und damit das Ausbleiben der
Bundeszuschüsse ist nicht akzeptabel. Der öffentliche Nahverkehr muss
der Bundesregierung auch weiterhin etwas wert sein und er muss
weiterhin gefördert werden", so der Finanzsprecher der NÖ
Sozialdemokraten, LAbg. Eduard Keusch.****
Die Verschmelzung der Regionalverbünde Nördliches Weinviertel (NWV),
Waldviertel (WVV), Zentralraum/Mostviertel (ZMV), NÖ Süd/Mittleres
Burgenland (NBV) und Südliches Burgenland (SBV) - zusammengefasst im
Verkehrsverbund Niederösterreich/Burgenland VVNB - mit dem VOR könnte
dem öffentlichen Nahverkehr in Niederösterreich wirklich eine
notwendige Attraktivitätssteigerung bringen. Mit einem Rückzug des
Bundes stünde der neue Verkehrsverbund aber vor großen Finanzlücken.
Der Bund trägt derzeit 50 Prozent von 30,8 Mio. Euro, welche im
Rahmen des VOR für die Angebote des Nahverkehrs in den Bundesländern
Niederösterreich, Wien und Burgenland zusätzlich gefördert werden.
Die restlichen 50 Prozent tragen die Länder. Wenn sich der Bund nun
tatsächlich zurückzieht, fehlen 15,4 Mio. Euro. Damit erspart sich
der Finanzminister zwar Geld, es ist aber ebenso zu befürchten, dass
die Pendler mehr zahlen müssen. Dazu darf es nicht kommen", so
Keusch.
(Schluss) fa
Rückfragehinweis: Landtagsklub der SPÖ NÖ
Tel: 02742/9005 DW 12794
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