- 06.02.2002, 13:34:33
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Verzetnitsch: Heimische Wasserkraft darf nicht ausverkauft werden
Regierung soll sich ernstlich um österreichische Stromlösung bemühen
Wien (ÖGB). ÖGB-Präsident Fritz Verzetnitsch nahm heute vor
BetriebsrätInnen auch zu der geplanten Wasserkraftehe zwischen
Verbund und und dem deutschen E.ON-Konzern Stellung und erteilte in
diesem Zusammenhang einem schleichenden Ausverkauf österreichischen
Eigentums an das Ausland eine klare Absage. Durch diesen Deal droht
langfristig eine ausländische Verfügungsmacht über die
österreichischen Wasserkraftwerke, die unternehmerische Führung und
die damit verbundenen Rechte am österreichischen Wasser gingen
verloren. Verzetnitsch: "Unser Wasserreichtum darf nicht dem
Ausverkauf preisgegeben werden - wir brauchen eine österreichische
Lösung."++++
"Die Verfügungsgewalt über unser Wasserressourcen darf nicht
angetastet werden", stellte der ÖGB-Präsident fest. Es deute jetzt
aber vieles darauf hin, dass genau in diese Richtung der geplante
Deal zwischen Verbundgesellschaft und dem deutschen E.ON-Konzern
läuft. Da entgegen den ursprünglichen Plänen nunmehr der Konzernsitz
und damit die strategische Unternehmensentscheidung ins Ausland gehen
soll, sehen die Gewerkschaften dieser Lösung mit großer Sorge
entgegen.
Damit würde aber nicht nur durch den deutschen Konzern auf unsere
Wasserkraftwerke und auf die vorhandenen österreichischen
Wasserrechte Einfluss genommen, sondern auch die Konzernzentrale
abwandern und damit auch qualifizierte Arbeitsplätze und heimische
Wertschöpfung bei den Zulieferfirmen verloren gehen. "Was derartige
Verlagerungen bedeuten, haben wir in der Vergangenheit schon etliche
Male negativ zu spüren bekommen", erinnerte Verzetnitsch an das
Beispiel Semperit.
94,6 Prozent gegen einen Ausverkauf
Der ÖGB-Präsident warnte eindringlich vor diesen geplanten
Wasserkraft-Deal und forderte stattdessen eine österreichische
Stromlösung. Verzetnitsch erinnerte in diesem Zusammenhang auch an
die ÖGB-Urabstimmung und inbesondere an die Forderung 6. Von 807.192
ÖGB-Mitgliedern hatten sich 751.913 oder 94,6 Prozent für die
Aufrechterhaltung der Funktionsfähigkeit der öffentlichen Dienste und
den Stopp des unwiderruflichen Ausverkaufs öffentlichen Eigentums wie
Betriebe, Strom, Wasser und Wälder ausgesprochen, um unsere
Grundversorgung zu sichern. (ew)
ÖGB, 6. Februar 2002
Nr. 115
Rückfragehinweis: ÖGB Presse und Öffentlichkeitsarbeit
Ernst Weber
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Fax.: (01) 533 52 93
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