- 06.02.2002, 11:53:19
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Historisches Museum: Vom Pfennig zum Euro - Geld aus Wien=
Sonderausstellung über die Geschichte des Geldes vom 7. Februar bis 24. März im Historischen Museum der Stadt Wien
Wien, (OTS) Die Einführung der Euro-Währung wurde vom
Historischen Museum der Stadt Wien zum Anlass genommen, in einer
Sonderausstellung nicht nur Wissenswertes zum Thema Euro zu
vermitteln, sondern vor allem einen Streifzug durch die Geschichte
der Münzen und des Papiergeldes Wiener Provenienz zu präsentieren.
Angefangen vom Wiener Pfennig (vom 12. Jahrhundert bis um 1500) über
Gulden und Kreuzer (bis 1892 bzw. 1900), Krone und Heller als
Zahlungsmittel (bis 1924) bis zum Ende der
Schilling-Groschen-Währung, unterbrochen von der Deutschen Reichsmark
im Dritten Reich (1938-1945) sind in der Ausstellung zahlreiche
Exponate zu sehen. Bei der Präsentation der Ausstellung dankte
Museumsdirektor Hofrat Dr. Günter Düriegl vor allem Obermuseumsrat
Dr. Adelbert Schusser, der auch der Numismatiker des Museums ist, für
die Arbeit an der Ausstellung und Mag. arch. Checo Sterneck, der die
Gestaltung der Ausstellung vornahm. Die Ausstellung ist vom 7.
Februar bis 24. März von Dienstag bis Sonntag von 9 bis 18 Uhr im
Historischen Museum der Stadt Wien, 4., Karlsplatz zu
besichtigen.****
Im Rahmen der Präsentation wies Hofrat Dr. Düriegl auch darauf
hin, dass das Historische Museum der Stadt Wien seit Beginn dieses
Jahres aus dem Magistrat der Stadt Wien ausgegliedert ist und nun
eine wissenschaftliche Anstalt öffentlichen Rechts mit absoluter
Selbstständigkeit ist. Er, Düriegl, sei seit fast 15 Jahren für das
Historische Museum der Stadt Wien verantwortlich. In dieser Zeit habe
es insgesamt 175 Ausstellungen gegeben. Auch in der neuen
Konstruktion trage er alleine die Verantwortung und hafte sogar mit
seinem Privatvermögen. Das Geschichtsmuseum der Stadt Wien habe mit
seinem Sammlungsbestand von rund 1,7 Millionen Exponaten in hoher
Qualität nicht zuletzt auch eine europäische Dimension, so wie die
Ausstellung über das Geld aus Wien, betonte der Museumsdirektor.
Der Weg des Geldes vom Mittelalter zur Gegenwart
Bereits Karl der Große (768-814) hatte eine erste
Einheitswährung geschaffen. Der babenbergische Herzog Leopold V.
(1177-1194) gründete in seinen letzten Regierungsjahren die
Münzstätte Wien. Damit begann im Osten Österreichs die klassische
Periode des Wiener Pfennigs, der wesentlich zur Entfaltung von Wien
als Handels- und Warenumschlagplatz im ausgehenden Mittelalter
beitrug. Für größere Geldtransaktionen wurde der Pfennig gegen Ende
des Mittelalters zu klein, unter Kaiser Maximilian I. (1493-1519)
wurden größere Silbermünzen (Taler, Gulden, Kreuzer) geprägt und
blieben bis zur Einführung der Kronenwährung gegen Ende des 19.
Jahrhunderts ein geschätztes Zahlungsmittel. Umwälzende Neuerungen im
österreichischen Geldwesen waren in den Sechzigerjahren des 18.
Jahrhunderts unter Maria Theresia (1740-1780) der Beginn der Prägung
von Kupfermünzen sowie die Ausgabe von Papiergeld. Das Geld war
fortan nicht mehr vom Metallwert abhängig.
Zur Darstellung des Wiener Geldgeschehens bis zur Einführung des
Euro gehören aber auch historische Prägemaschinen, Münzwagen,
Gewichte, Geld- und Sparbehälter. Texte über Währungen, Preis- und
Lohntabellen, Speisekarten, Reiserechnungen und anderes mehr,
erläutern die Kaufkraft des ausgestellten Geldes. Topografische und
künstlerische Exponate sowie Objekte zum politischen Hintergrund der
jeweiligen Zeit ergänzen die Ausstellung.
Der Ausstellungskatalog ist eine Art Werkverzeichnis der
Sammlung Wiener Geldstücke des Historischen Museums der Stadt Wien,
die für die Ausstellung durch Rariäteten des Münzkabinetts des
Kunsthistorischen Museums und weiterer Leihgeber ergänzt wurde.
Artikel namhafter Autoren sowie die mehr als 700 im Katalog
beschriebenen Exponate geben einen umfassenden Überblick über die
Geschichte der Münzen und des Papiergeldes aus Wien.
Weitere Informationen:
o Historisches Museum:
www.museum.vienna.at/dynamicPage.asp?MenuID=1711
Rückfragehinweis: PID-Rathauskorrespondenz:
www.wien.at/vtx/vtx-rk-xlink/
Johannes Schlögl
Tel.: 4000/81 081
e-mail: [email protected]
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