Historisches Museum: Vom Pfennig zum Euro - Geld aus Wien

Sonderausstellung über die Geschichte des Geldes vom 7. Februar bis 24. März im Historischen Museum der Stadt Wien

Wien, (OTS) Die Einführung der Euro-Währung wurde vom Historischen Museum der Stadt Wien zum Anlass genommen, in einer Sonderausstellung nicht nur Wissenswertes zum Thema Euro zu vermitteln, sondern vor allem einen Streifzug durch die Geschichte der Münzen und des Papiergeldes Wiener Provenienz zu präsentieren. Angefangen vom Wiener Pfennig (vom 12. Jahrhundert bis um 1500) über Gulden und Kreuzer (bis 1892 bzw. 1900), Krone und Heller als Zahlungsmittel (bis 1924) bis zum Ende der Schilling-Groschen-Währung, unterbrochen von der Deutschen Reichsmark im Dritten Reich (1938-1945) sind in der Ausstellung zahlreiche Exponate zu sehen. Bei der Präsentation der Ausstellung dankte Museumsdirektor Hofrat Dr. Günter Düriegl vor allem Obermuseumsrat Dr. Adelbert Schusser, der auch der Numismatiker des Museums ist, für die Arbeit an der Ausstellung und Mag. arch. Checo Sterneck, der die Gestaltung der Ausstellung vornahm. Die Ausstellung ist vom 7. Februar bis 24. März von Dienstag bis Sonntag von 9 bis 18 Uhr im Historischen Museum der Stadt Wien, 4., Karlsplatz zu besichtigen.****

Im Rahmen der Präsentation wies Hofrat Dr. Düriegl auch darauf hin, dass das Historische Museum der Stadt Wien seit Beginn dieses Jahres aus dem Magistrat der Stadt Wien ausgegliedert ist und nun eine wissenschaftliche Anstalt öffentlichen Rechts mit absoluter Selbstständigkeit ist. Er, Düriegl, sei seit fast 15 Jahren für das Historische Museum der Stadt Wien verantwortlich. In dieser Zeit habe es insgesamt 175 Ausstellungen gegeben. Auch in der neuen Konstruktion trage er alleine die Verantwortung und hafte sogar mit seinem Privatvermögen. Das Geschichtsmuseum der Stadt Wien habe mit seinem Sammlungsbestand von rund 1,7 Millionen Exponaten in hoher Qualität nicht zuletzt auch eine europäische Dimension, so wie die Ausstellung über das Geld aus Wien, betonte der Museumsdirektor.

Der Weg des Geldes vom Mittelalter zur Gegenwart

Bereits Karl der Große (768-814) hatte eine erste Einheitswährung geschaffen. Der babenbergische Herzog Leopold V. (1177-1194) gründete in seinen letzten Regierungsjahren die Münzstätte Wien. Damit begann im Osten Österreichs die klassische Periode des Wiener Pfennigs, der wesentlich zur Entfaltung von Wien als Handels- und Warenumschlagplatz im ausgehenden Mittelalter beitrug. Für größere Geldtransaktionen wurde der Pfennig gegen Ende des Mittelalters zu klein, unter Kaiser Maximilian I. (1493-1519) wurden größere Silbermünzen (Taler, Gulden, Kreuzer) geprägt und blieben bis zur Einführung der Kronenwährung gegen Ende des 19. Jahrhunderts ein geschätztes Zahlungsmittel. Umwälzende Neuerungen im österreichischen Geldwesen waren in den Sechzigerjahren des 18. Jahrhunderts unter Maria Theresia (1740-1780) der Beginn der Prägung von Kupfermünzen sowie die Ausgabe von Papiergeld. Das Geld war fortan nicht mehr vom Metallwert abhängig.

Zur Darstellung des Wiener Geldgeschehens bis zur Einführung des Euro gehören aber auch historische Prägemaschinen, Münzwagen, Gewichte, Geld- und Sparbehälter. Texte über Währungen, Preis- und Lohntabellen, Speisekarten, Reiserechnungen und anderes mehr, erläutern die Kaufkraft des ausgestellten Geldes. Topografische und künstlerische Exponate sowie Objekte zum politischen Hintergrund der jeweiligen Zeit ergänzen die Ausstellung.

Der Ausstellungskatalog ist eine Art Werkverzeichnis der Sammlung Wiener Geldstücke des Historischen Museums der Stadt Wien, die für die Ausstellung durch Rariäteten des Münzkabinetts des Kunsthistorischen Museums und weiterer Leihgeber ergänzt wurde. Artikel namhafter Autoren sowie die mehr als 700 im Katalog beschriebenen Exponate geben einen umfassenden Überblick über die Geschichte der Münzen und des Papiergeldes aus Wien.

Weitere Informationen:

o Historisches Museum:

www.museum.vienna.at/dynamicPage.asp?MenuID=1711

Rückfragen & Kontakt:

www.wien.at/vtx/vtx-rk-xlink/
Johannes Schlögl
Tel.: 4000/81 081
e-mail: slo@m53.magwien.gv.at

PID-Rathauskorrespondenz:

OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NRK/NRK