Achatz: EU-Entwurf zur Erweiterung ist nicht sozial ausgewogen

"Es ist zu befürchten, daß sich Trend "Arme ärmer, Reiche reicher" fortsetzen wird

Wien, 2002-02-06 (fpd) - Die meisten Kandidatenländer für einen Beitritt zur Europäischen Union seien noch deutlich ärmer als die Armenhäuser der bestehenden 15er-Gemeinschaft, stellte die freiheitliche Kosumenten- und Agrarsprecherin Anna Elisabeth Achatz fest. In den Beitrittswerber-Ländern seien zudem noch weit mehr Menschen in der Landwirtschaft tätig als in den EU-Staaten. "Allein in Polen sind rund 18 Prozent der arbeitenden Bevölkerung in der Landwirtschaft beschäftigt". ****

"Es ist zu befürchten, daß durch die Erweiterung der Trend, daß die Armen ärmer und die Reichen reicher werden sich fortsetzen wird, denn die derzeitige Förderpolitik der EU ist genau darauf ausgerichtet. Je größer der Betrieb, desto mehr Geld", so Achatz.

Dieses System zu ändern sei die Vorraussetzung dafür, daß eine Erweiterung der EU nicht zu dramatischen sozialen Spannungen führen werde, meinte die freiheitliche Mandatarin. "Ich fordere daher alle verantwortlichen Politiker in Europa auf, mit Hochdruck an der Schaffung von gerechteren Rahmenbedingungen in der Landwirtschaft zu arbeiten und ein Fördersystem in Richtung sozialer Ausgewogenheit zu Stande zu bringen. (Schluß)

Rückfragen & Kontakt:

Freiheitliches Pressereferat

OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NFC/NFC