• 06.02.2002, 11:38:02
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Achatz: EU-Entwurf zur Erweiterung ist nicht sozial ausgewogen

"Es ist zu befürchten, daß sich Trend "Arme ärmer, Reiche reicher" fortsetzen wird

Wien, 2002-02-06 (fpd) - Die meisten Kandidatenländer für einen
Beitritt zur Europäischen Union seien noch deutlich ärmer als die
Armenhäuser der bestehenden 15er-Gemeinschaft, stellte die
freiheitliche Kosumenten- und Agrarsprecherin Anna Elisabeth Achatz
fest. In den Beitrittswerber-Ländern seien zudem noch weit mehr
Menschen in der Landwirtschaft tätig als in den EU-Staaten. "Allein
in Polen sind rund 18 Prozent der arbeitenden Bevölkerung in der
Landwirtschaft beschäftigt". ****

"Es ist zu befürchten, daß durch die Erweiterung der Trend, daß die
Armen ärmer und die Reichen reicher werden sich fortsetzen wird, denn
die derzeitige Förderpolitik der EU ist genau darauf ausgerichtet. Je
größer der Betrieb, desto mehr Geld", so Achatz.

Dieses System zu ändern sei die Vorraussetzung dafür, daß eine
Erweiterung der EU nicht zu dramatischen sozialen Spannungen führen
werde, meinte die freiheitliche Mandatarin. "Ich fordere daher alle
verantwortlichen Politiker in Europa auf, mit Hochdruck an der
Schaffung von gerechteren Rahmenbedingungen in der Landwirtschaft zu
arbeiten und ein Fördersystem in Richtung sozialer Ausgewogenheit zu
Stande zu bringen. (Schluß)

Rückfragehinweis: Freiheitliches Pressereferat

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