• 01.02.2002, 15:48:06
  • /
  • OTS0237 OTW0237

"Kleine Zeitung" Kommentar: "Störche" (von Ulrich Stocker)

Ausgabe vom 2.2.2002

Graz (OTS) - Jeder Krämer lobt die eigene Ware und macht die
fremde schlecht. Die Fest- und Katastrophenreden zum Jahrestag des
Regierungswechsels belegen, dass die Politik die Marktwirtschaft
verstanden hat.

Zumindest ihre Oberfläche. Denn kleine Unterschiede fallen auf.

Wer als Geschäftsmann zum eigenen Ruhm seinen Konkurrenten zum
absolut böswilligen Narren stempelt, käme mit Vorschriften gegen den
unlauteren Wettbewerb in Konflikt.

Private unterlassen es in der Regel, ihren Ansichten mit endlosen
Zahlenreihen einen wissenschaftlichen Anstrich zu geben. In der
Politik wirft man fröhlich ungeniert Äpfel und Birnen durcheinander.

Man weiß zwar, dass die Erhebungsgrundlagen der Statistiken in
Österreich, in der EU, in der OECD, in der Fülle der offiziösen und
privaten Standort-, Umwelt-, Lebensqualitäts- und Kaufkraftstudien
verschieden und Quervergleiche unzulässig sind.

Die Verlockung, mit Datenreihen die eigene Ansicht bis zur zweiten
Kommastelle zu unter mauern, ist groß. Aber es ist oft der "Beweis",
dass der Nachwuchs im Burgenland von weißen Vögeln kommt. Viele
Störche, viele Kinder (früher), wenig Störche, wenig Kinder (heute).
Statistisch ist der Zusammenhang eindeutig. ****

Rückfragehinweis: Kleine Zeitung
Redaktionssekretariat
Tel.: 0316/875-4032, 4033, 4035
mailto:[email protected]
http://www.kleinezeitung.at

OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | PKZ/OTS

Bei Facebook teilen.
Bei X teilen.
Bei LinkedIn teilen.
Bei Xing teilen.
Bei Bluesky teilen

Stichworte

Channel