- 01.02.2002, 12:30:02
- /
- OTS0141 OTW0141
FP-Strache: Die Rettung der Sofiensäle benötigt endlich konkrete Taten!=
Statt leerer Worthülsen soll die Stadtregierung endlich eine verbindliche Willenskundgebung mittels einer Finanzierungszusage für eine Wiederrichtung abgeben
Wien, 01-02-2002 (fpd) - Alibiaktionen und leere Worthülsen, wie dies
heute im Rahmen der aktuellen Stunde zum Thema "Die Zukunft der
Sofiensäle - ein kultureller Auftrag" von Seiten der
SP-Stadtregierung der Fall war, sichern die Wiederrichtung der
architektonisch, historisch und kulturell wertvollen Sofiensäle -
eingebettet in ein neues Projekt - mit Sicherheit nicht.
Die Wiener Stadtregierung ist daher endlich aufgefordert ihre
Untätigkeit zu beenden und dem Denkmalamt deutlich zu signalisieren,
dass es im öffentlichen Interesse Wiens liegt, die historisch
wertvollen Teile der Sofiensäle wiederzuerrichten. Die Stadt Wien
soll sich hierfür auch mit Verantwortung einbringen und notwendige
finanzielle Mittel zur Verfügung stellen, fordert der
Klubobmann-Stellvertreter GR Heinz-Christian Strache.
Darüber hinaus hat der Eigentümer die zu erwartenden
Versicherungsmillionen selbstverständlich in die Wiederrichtung des
Sofiensaales, zu investieren. Nach Schätzungen des bekannten
Architekten Manfred Wehdorn wird die Wiederrichtung mit rund 7
Millionen Euro zu schaffen sein, berichtet Strache. Bei der
nunmehrigen Begehung der durch den Brand beschädigten Sofiensäle,
konnten sich die Fachleute des Bundesdenkmalamtes auch davon
überzeugen, dass wichtige Teile des ehemaligen Sofiensaales kaum
beschädigt sind und die Wiedererrichtung möglich sei.
Die kulturelle Verantwortung einfach an die Behörden bzw. das
Denkmalamt abzuschieben, wie dies heute SPÖ-Stadtregierungspolitiker
getan haben und insgeheim vielleicht darauf hoffen, dass es
vielleicht zu einer Aufhebung des Denkmalschutzes kommen könnte und
die Stadtregierung dann "aus dem Schneider" wäre, ist nicht nur
unehrlich sondern stellt ein plumpes herausschwindeln aus der
kulturellen Verantwortung für Wien dar, stellt Strache empört fest.
Strache berichtete weiters, daß der "Skandal- und mögliche
Kriminalfall Sofiensäle" nunmehr von der FPÖ an die Volksanwaltschaft
weitergeleitet worden ist. Aufgrund der unglaublichen Tatsache, dass
die vier Zeugen, deren Sachverhaltsdarstellungen von der FPÖ-Wien an
die Staatsanwaltschaft weitergeleitet wurden, bis zum heutigen Tag
nicht einmal einvernommen worden sind, befürchten nämlich viele
interessierte Bürger eine "Schubladisierung" des Falles. Die
Weiterleitung an das Bezirksgericht erinnert an einen "heiteren
Bezirksgerichtsfall". Die gravierenden Zeugenhinweise auf eine
mögliche "Brandstiftung", die Bevölkerung spricht von der Möglichkeit
das die Sofiensäle "warm abgetragen wurden", können nicht einfach von
der Polizei und Staatsanwaltschaft übergangen werden.
Darüber hinaus ist auch dem Denkmalamt der Vorwurf nicht zu ersparen,
dem Bundesdenkmalschutzgesetz nicht rechtzeitig nachgekommen zu sein.
Die behördliche Anweisung für die Anbringung eines Schutzdaches bzw.
einer Schutzhülle für die Sofiensäle wurde monatelang durch
Untätigkeit verschleppt.
Erfreulicher Weise hat sich nunmehr, jedoch erst fünf Minuten vor
Zwölf, auch die ÖVP nach einem monatelangen Winterschlaf für die
Wiederrichtung der Sofiensäle eingesetzt. Vor dem nunmehrigen Bemühen
der ÖVP, hat man leider eine lautstarke und tatkräftige Unterstützung
für eine notwendige "Erhaltung der Sofiensäle" vermisst.
Abschließend hält Strache fest, den leeren Worthülsen endlich
konkrete Taten folgen zu lassen und sich die SP-Stadtregierung nicht
aus der kulturellen Verantwortung für die mögliche Wiederrichtung der
Sofiensäle stehlen könne. (Schluß) jen
Rückfragehinweis: Klub der Freiheitlichen
Pressestelle
Tel.: (01) 4000 / 81 743
OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NFW/NFW






