- 01.02.2002, 11:56:57
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NÖ Industrie zur derzeitigen und künftigen Konjunkturentwicklung
Im 1. Halbjahr 2002 wird Wirtschaftsbelebung erwartet
St.Pölten (NLK) - Die Konjunkturentwicklung der Industrie in
Niederösterreich im vierten Quartal 2001 und ein Ausblick auf das
Jahr 2002 standen heute im Mittelpunkt eines Pressegespräches der
Industriellenvereinigung NÖ in St.Pölten. An einer durchgeführten
Befragung nahmen 61 Unternehmen mit 22.500 Mitarbeitern teil; das
entspricht rund einem Drittel der Industriebeschäftigten des
Bundeslandes.
Die Ergebnisse: Bei der aktuellen Konjunkturumfrage weisen die
meisten Kennzahlen derzeit Tiefstwerte auf. Eine Belebung der
Wirtschaftswerte ist jedoch im ersten Halbjahr 2002 zu erwarten. "Die
rückläufige Entwicklung hat sich im vierten Quartal 2001 deutlich
verlangsamt. Im ersten Halbjahr 2002 rechnen wir mit einer Erholung",
sagte der Präsident der Industriellenvereinigung Niederösterreich,
Dr. Wolfgang Frank. Impulse seien auch vom Konjunkturpaket des Landes
zu erwarten, in das die Industriellenvereinigung zentrale Forderungen
wie vorgezogene Bauvorhaben, eine Technologieoffensive oder den
"Gründerexpress" für Jungunternehmer eingebracht habe.
Rund ein Viertel der niederösterreichischen Betriebe ist mit der
derzeitigen Geschäftslage zufrieden, ebenso viele mit dem
Auftragsbestand. Weniger erfreulich wird die Entwicklung bei den
Auslandsaufträgen gesehen, wo nur 16 Prozent der Befragten die
derzeitige Lage positiv einschätzten. Mehr als die Hälfte berichteten
bei der Produktionstätigkeit von einem Rückgang in den letzten drei
Monaten. 43 Prozent rechnen im ersten Quartal 2002 mit einer weiteren
Abnahme, 39 Prozent der Betriebe mit einem weiteren Rückgang der
Mitarbeiterzahlen. Die Talsohle dürfte allerdings erreicht sein. In
den USA könnte bereits im ersten Quartal 2002 die Konjunkturwende
eintreten. Niedrige Zinsen, günstige Rohstoffpreise und die
Euro-Einführung würden Anlass zu Optimismus für die wirtschaftliche
Entwicklung geben.
Rückfragehinweis: Niederösterreichische Landesregierung
Tel.: 02742/9005-12312
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