- 31.01.2002, 13:39:05
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Simmering - Umgebung der EBS - als beste Eignungszone ermittelt=
Rat der Sachverständigen präsentiert Eignungszonen für MVA
Wien, (OTS) Der von einer wissenschaftlichen Expertengruppe
vorgelegte Bericht über die Ermittlung der Eignungszonen für eine
dritte High-Tech-Anlage zur thermischen Verwertung von Abfällen in
Wien, wurde Donnerstag vom Rat der Sachverständigen beschlossen.
Insgesamt wurden 16 Zonen nach sechs ökologischen Kriterien
untersucht. Der Rat der Sachverständigen betrachtet dabei Simmering
(Umgebung EBS) als geeignet. Weitere drei Eignungszonen wurden als
bedingt geeignet beurteilt: Simmering (Gelände E-Werke),
Rothneusiedel und Leopoldau Süd. Alle weiteren untersuchten Zonen
wurden als minder oder nicht geeignet qualifiziert.
Der wissenschaftliche Bericht über die Eignungszonen für eine
dritte High-Tech Abfallverwertungsanlage ist die Konsequenz der im
Sommer präsentierten Strategischen Umweltprüfung (SUP), die u.a. zu
dem Ergebnis kam, dass zur Entsorgung der weiter steigenden
Müllmengen und zur Einhaltung der neuen Deponieverordnung die
Errichtung einer dritten High-Tech-Verwertungsanlage dringend
notwendig ist. Kein untersuchtes Szenario kam ohne thermische
Müllverwertung aus. Der Bericht über die Eignungszonen wurde im
Oktober begonnen und innerhalb von vier Monaten von einem
achtköpfigen wissenschaftlichen Expertenteam fertiggestellt.****
Für den Vergleich der einzelnen Eignungszonen wurden folgende
Kriterien bewertet: Raumordnung und Stadtplanung, Lage,
Infrastrukturerfordernisse, Schutz der Bevölkerung, Schutz der Natur,
Schutz von Kulturgütern. Der Vergleich der Eignungszonen basierte auf
ihrem Einfluss auf die Lebensqualität der Wiener Bevölkerung.
Die Wissenschafter unterstrichen in dem Bericht, dass der
technische Stand der Emissionsminderung der relevanten Schadstoffe
bei thermischen High-Tech-Abfallbehandlungsanlagen bereits so weit
entwickelt ist, dass die dadurch auftretenden Immissionen kaum
Bedeutung für die Standortauswahl haben. Die Experten stufen den
Einfluss der Anlage auf die Luftqualität im Wiener Raum als
irrelevant ein.
Es wurde darauf hingewiesen, dass bei einer optimalen Nutzung
der im Müll enthaltenen Energie sogar Emissionsminderungen zu
erzielen sind, wodurch sich durch die thermische
Abfallverwertungsanlage sogar eine Entlastung von
Schadstoffimmissionen und Kohlendioxidemissionen in Wien ergeben
kann.
Die neue High-Tech-Anlage soll etwa zwei Drittel des in Wien
anfallenden Mülls entsorgen und 2007 fertiggestellt sein. (Schluss)
bfm
Rückfragehinweis: PID-Rathauskorrespondenz:
www.wien.at/vtx/vtx-rk-xlink/
Mag. Birgit Flenreiss-Mäder
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