Ungarn - Geheimtip der Woche: Das Zala-Tal in Westungarn

Wien (OTS) - Das Zala-Tal liegt nordwestlich von Hévíz und zählt zu den schönsten und malerischsten Landschaften Westungarns. Gespeist wird das Tal von einer 49Grad C heißen Thermalquelle. Seit Jahren gilt es als Geheimtip für Ruhe, Erholung und Heilung Suchende, die den Trubel der großen Kurorte meiden möchten. Das angenehme Klima, die Nähe zum Balaton, zum Thermalsee von Hévíz und zur österreichischen Grenze tragen ebenfalls dazu bei, daß das hübsche Tal seinen eingeschworenen Freundeskreis hat.

Hauptort des Tales ist ist Kehidakustány, zu beiden Seiten des Flusses gelegen. Ursprünglich handelte es sich um zwei getrennte Nachbarorte, Kehida und Kustány, die erst 1977 vereint wurden. Die beiden Dörfer waren schon im Mittelalter bewohnt, hier haben sich die Zalaer Servienten getroffen, um einen Besitzstreit zu lösen.
Die Geschichte von Kehidakustány ist auch eng mit Deák Ferenc verbunden, der Justizminister von 1848, der auch der "Weise des Vaterlandes" genannt wurde. Deák Ferenc wurde in Kehida geboren, sein Herrenhaus steht in der Dorfmitte. Vor dem Haus befindet sich eine Statue des großen ungarischen Politikers.

Sehenswert ist auch die unter Denkmalschutz stehende katholische Kirche im Ortsteil Kehida, die 1756 im Barockstil erbaut wurde. Der Hauptaltar wurde in Eisenstadt angefertigt und stellt einen Triumphbogen dar. Im früheren Kustány befindet sich ein wunderschöner alter Glockenstuhl, in der Nähe ein Steinkreuz aus 1817 und eine Barockskulptur des Hl. Johannes.
Das Tal birgt jedoch noch einige andere Kleinode, die es zu entdecken lohnt.

Etwa Kallósd, ein kleines, in den Hügeln verstecktes Dorf mit einer romanischen Steinkirche aus dem Jahr 1260. Die Kirche ist eine der schönsten mittelalterlichen Rundkirchen Ungarns.
Zalacsány ist der Geburtsort von László Csány, Mitte des 19. Jahrhunderts Minister für öffentliche Arbeit und Verkehr. Sein Geburtshaus aus 1913 steht an der Stelle des ehemaligen Herrenhauses der Familie Csány.

Die Burg von Rezi behütet seit 1236 das gleichnamige Dorf. Von den Burgruinen hat man einen herrlichen Panoramablick über das Zala-Tal. Im Dorf steht eine schöne römisch-katholische Kirche, die 1756 nach der Verwüstung durch die Türken von Kristóf Festetics aus dem berühmten westungarischen Fürstengeschlecht neu erbaut wurde. Zalavár liegt am Rande des Natur- und Vogelschutzreservates Kleiner Balaton und ist seit dem 9. Jahrhundert bewohnt. Der erste ungarische König, Stephan der Heilige, gründete hier 1019 eine Benediktinerabtei, die als Zentrum des königlichen Komitats diente. Das Denkmal von Cyrill und Method stammt aus dem Jahr 1985, die Gedenkkapelle steht auf den Grundmauern einer Grenelle aus der Gründungszeit.

Ein besonderes Ausflugsziel unweit des Tales ist der größte natürliche Thermalsee Europas im bekannten Kurort Bad Hévíz. Seine Temperatur fällt auch im Winter nie unter 25Grad C. Im Sommer ist auch der nahe Balaton ein beliebtes Ziel. Die Stadt Keszthely, Hauptort des Balaton am Westufer des Sees ist bekannt für seine erstklassigen Festivals von Mai bis Oktober.

Informationen: Kehida Thermal Gyógy. H-8784 Kehidakustány, Kossuth u. 52. Tel. 0036/83/334028

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