Kräuter: Skandalöse Behandlung von Mountainbikern

Kräuter für Freigabe von Forstwegen

Wien (SK) "Diese Regierung schließt die österreichischen Radfahrer von den Fortstraßen aus, aber dicke Jagdlimousinen dürfen dort fahren", kritisierte SPÖ-Rechnungshofsprecher Günther Kräuter Vizekanzlerin und Sportministerin Riess-Passer am Donnerstag vor dem Nationalrat. Kräuter fasste "einen modernen und fortschrittlichen Antrag" der SPÖ mit dem Ziel einer Änderung des Forstgesetzes bei seiner Rede im Parlament zusammen. "Die Radfahrer zahlen jährlich hunderte Millionen Schilling an Steuergeldern für die Errichtung und Erhaltung von Forstwegen, gleichzeitig sind sie von der Benützung aber ausgesperrt", betonte Kräuter. ****

Der SPÖ-Antrag habe Hand und Fuß, wurde von einem Institut für Freizeitrecht ausgearbeitet, die Haftungsfrage, Eigentumsrechte, die Schonung des Wildes, der Vorrang der Fußgänger und Vorrechte der Forstwirtschaft seien geklärt, unterstrich Kräuter.

Hier habe die Regierung eine völlig verfehlte Sport-, Freizeit- und Tourismuspolitik zu verantworten, so Kräuter. Ein Mountainbikeevent mit 15.000 Leuten konnte laut Ex-Radprofi Gerhard Zadrobilek aufgrund der absurden Gesetzeslage nicht im Lungau abgehalten werden und wurde statt dessen am Gardasee im Ausland durchgeführt, kritisierte Kräuter. Dass sich die Vizekanzlerin bei der heuer in Österreich stattfindenden Mountainbike-WM ins Rampenlicht drängen werde, sei als besonderer Zynismus den heimischen Radfahrern gegenüber zu werten, so Kräuter. Abschließend betonte Kräuter, dass mit der Ablehnung einer Freigabe von Forstwegen Riess-Passer gegen die Interessen der sportbegeisterten Jugend und der radfahrbegeisterte Gesamtbevölkerung Österreichs handle.(Schluss) sl

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