- 31.01.2002, 13:06:50
- /
- OTS0157 OTW0157
ÖGB-Schmölz zu Knafl: Seniorenvertreter oder Befehlsempfänger der Regierung?
Mehr Einsatz für die Umsetzung der gemeinsamen Resolution gefragt
Wien (ÖGB). "Herr Knafl agiert als Befehlsempfänger der
Bundesregierung anstatt die Interessen der SeniorInnen zu vertreten",
ist der Vorsitzende der ÖGB-PensionistInnen, Johann Schmölz, über den
Bundesobmann des Österreichischen Seniorenbundes und amtsführenden
Präsidenten des Seniorenrats empört. Stefan Knafl hat in einer
Aussendung unter anderem der Vertretung der ÖGB-PensionistInnen eine
unzureichende Unterstützung der älteren Menschen vorgeworfen.++++
Johann Schmölz kontert: "Stefan Knafl täte besser daran, seine Kraft
dafür einzusetzen, dass die Regierung - zu der er ja ein
Naheverhältnis hat - die unerträgliche Belastungspolitik den älteren
Menschen gegenüber einstellt, anstatt die anderen
SeniorenvertreterInnen zu attackieren. Ich erinnere ihn daran, dass
es eine gemeinsame Resolution des Seniorenrats vom vergangenen
Oktober gibt, in der unter anderem eine gerechte Pensionsanpassung
und die Rücknahme der Unfallrentenbesteuerung gefordert wird. Beides
ist nicht geschehen, trotzdem kritisiert der nunmehrige Präsident des
Seniorenrates nicht die Regierung, sondern die übrigen
Seniorenorganisationen. Das nenn´ ich einen Einsatz für die Sache der
PensionistInnen."
Im Seniorenrat selbst habe Knafl noch nie die Aktionen der
ÖGB-PensionistInnen kritisiert. "Hat er dort nicht den Mut dazu?",
fragt Schmölz und verweist darauf, dass sich die ÖGB-PensionistInnen
auch weiterhin für die älteren Menschen einsetzen werden. "In Sachen
Kriegsgefangenen-Entschädigung haben wir ein Musterverfahren in die
Wege geleitet, weil Gefangene der West-Alliierten keine Entschädigung
erhielten. Gestern erfolgte im Parlament die Ausweitung des Gesetzes.
Wir sind stets gegen die überfallsartige Beseitigung der vorzeitigen
Alterspension wegen geminderter Erwerbsfähigkeit aufgetreten - der
OGH hat die rückwirkende Aufhebung dieser Pensionsform erst kürzlich
als rechtswidrig beurteilt. Und bei den Verhandlungen zur
Pensionsanpassung wäre das Ergebnis noch schlechter ausgefallen,
hätten wir uns nicht in die Bresche geworfen", listet Schmölz auf.
An Knafl gewendet fordert er: "Herr Präsident des Seniorenrates, wir
erwarten von Ihnen endlich einmal konstruktive Vorschläge in Sachen
Verbesserung der Situation der älteren Menschen. Und wenn Ihnen unser
Stil nicht passt, dann bitte ich Sie, uns das in Hinkunft persönlich
mitzuteilen", so Schmölz abschließend. (mfr)
ÖGB, 31. Jänner 2002
Nr. 093
Rückfragehinweis: ÖGB Presse und Öffentlichkeitsarbeit
Mag. Martina Fassler-Ristic
Tel. (01) 534 44/480 DW
Fax.: (01) 533 52 93
OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NGB/NGB






