Lunacek: Kein Beitrag Ferreros zur Verbesserung öst.-tschech. Beziehungen

Bekenntnis zur österreichischen Geschichte unerlässlich

OTS (Wien) - "Außenministerin Ferrero-Waldner will kein kritisches Bekenntnis zur Verantwortung von ÖsterreicherInnen innerhalb des NS-Regimes in einer gemeinsamen österreichisch-tschechischen Erklärung ausgedrückt haben", kritisiert heute die außenpolitische Sprecherin der Grünen, Ulrike Lunacek, die Aussagen der Außenministerin im Zuge der Fragestunde in der heutigen NR-Sitzung. "Ferrero-Waldner meint augenscheinlich, Handlungsbedarf bestünde ausschließlich auf tschechischer Seite. Dies beweist nicht gerade ein großes Verständnis für bilaterale Beziehungen und für die Aufarbeitung der NS-Vergangenheit und ihrer Folgen", setzt Lunacek fort.

"Konferenzen zur Vergangenheitsbewältigung allein sind zu wenig," betont Lunacek. Um Geschichte politisch aufarbeiten zu können, müssten beide Seiten auch in der Öffentlichkeit für eine solche Aufarbeitung eintreten.

Lunacek kritisiert weiters, dass Ferrero trotz zweimaliger Nachfrage kein klares Nein zu einem Veto gegen Tschechiens Beitritt über die Lippen kam: "Die Außenministerin widerspricht damit dem Bundeskanzler, der ein Veto dezidiert abgelehnt hat."

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