- 31.01.2002, 09:53:01
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ÖH fordert Zutritt zum Arbeitsmarkt für ausländische Studierende
Bevorstehende Änderung des Fremden- und Ausländerbeschäftigungsgesetzes soll ausländischen Studierenden
Beschäftigung ermöglichen
Wien (OTS) - Im Vorfeld der Novellierung des Fremden- und
Ausländerbeschäftigungsgesetzes fordert die Österreichische
HochschülerInnenschaft (ÖH), den Arbeitsmarkt auch für ausländische
Studierende, die nicht aus EU- oder EWR-Staaten sind, zu öffnen. In
Anbetracht der von AusländerInnen jedes Semester zu zahlenden 726
Euro Studiengebühren, muss es ausländischen Studierenden möglich
gemacht werden, diesen Betrag zumindest zum Teil durch geringfügige
Beschäftigung oder Arbeit in den Universitätsferien, legal zu
verdienen. Eine entsprechende Aufforderung, das Fremden- und
Ausländerbeschäftigungsgesetz diesbezüglich zu ändern ist von Seiten
der ÖH schriftlich an zahlreiche Nationalräte ergangen.
"Der enorme Rückgang an ausländischen Studierenden dieses Semester um
3.700 zeigt ganz klar, dass sich viele das Studium nicht mehr leisten
können. Durch die zumindest partielle Öffnung des Arbeitsmarktes für
Ausländerinnen und Ausländer mit Studierendenvisum, muss dem entgegen
gewirkt werden", so Andrea Mautz, eine der beiden ÖH-Vorsitzenden.
Mautz führt aus, dass im Rahmen der Novellierung des Fremden- und
Ausländerbeschäftigungsgesetzes für ausländische Studierende die
Möglichkeit geschaffen werden muss, während des Semesters im Rahmen
der Geringfügigkeitsgrenze zu verdienen und in den Ferien auch
ganztags zu arbeiten. "Der Nationalrat ist gefordert, das zu
ermöglichen", so Mautz.
Anita Weinberger aus dem ÖH-Vorsitzteam ergänzt: "Die Einführung von
Studiengebühren hat die Situation für ausländische Studierende noch
einmal verschlimmert. Um Studium und Leben zu finanzieren sind viele
gezwungen, illegal zu arbeiten. Einerseits besteht dadurch die Gefahr
der Abschiebung, andererseits gehen dem Staat Steuergelder verloren.
Die geplante Gesetzesnovelle bietet Gelegenheit, die Situation für
ausländischen Studierenden zu entschärfen."
Rückfragehinweis: Osterreichische HochschülerInnenschaft (ÖH)
Answer Lang
ÖH-Pressesprecher
Tel.: 01/310-88-80/59 bzw. 0664/528-51-90
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