Leitl: Wirtschaftsmission in Russland großer Erfolg

Wirtschaftsprojekte im Ausmaß von 200 Millionen Euro unterschrieben - Weitere Projekte für 150 Millionen Euro sind auf dem Weg

Wien (PWK80) Eine positive Bilanz über den Besuch von Bundeskanzler Wolfgang Schüssel und einer großen Wirtschaftsmission in Russland zog am Dienstag Christoph Leitl, Präsident der Wirtschaftskammer Österreich: "Die Kooperation von Wirtschaft und Politik hat sich auch in diesem Fall wieder sehr gut bewährt. Es waren nicht nur die Gespräche mit Präsident Putin äußerst erfolgreich, sondern auch die Verhandlungen und Ergebnisse im Rahmen der Wirtschaftsmission. So soll es etwa in Sachen BSE keine Beschränkungen mehr geben. Österreich ist in Russland ein willkommener Partner. Daher ist es jetzt für Österreichs Betriebe höchst an der Zeit, in Russland Fuß zu fassen. Denn einerseits hat Präsident Putin das Land stabilisiert, andererseits sind die großen Wirtschaftsländer wie die USA oder Japan noch nicht da. Jetzt gibt es für Österreich große Chancen - und die Wirtschaftskammer ist der Schlüssel zum Erfolg."

Insgesamt konnten im Rahmen der Mission die österreichischen Wirtschaftstreibenden Projekte im Ausmaß von rund 200 Millionen Euro unterzeichnen. Leitl: "Nochmals 150 Millionen Euro sind in ausstehenden Projekten in der Pipeline. Diese werden in nächster Zeit drankommen."

Die Wirtschaftskammer Österreich selbst wird mit Russlands Wirtschaft auf dem Sektor Bildung (duale Ausbildung) sowie bei Forschung und Entwicklung die Zusammenarbeit verstärken. Damit entwickeln sich sowohl für Russland ( es will weg vom reinen Rohstoffaußenhandel) als auch für Österreich (Entwicklung von spezifischem Know how) neue Möglichkeiten. Zudem sollen in allen Wirtschaftssparten - von der Industrie über den Tourismus bis zum Handel - neue Kooperationen angegangen werden.

Als gemeinsames Ziel vereinbarten Russlands ehemaliger Premier und jetzige Wirtschaftskammerpräsident Primakow und Eurochambres-Präsident Leitl, Russland und die EU auf wirtschaftlicher Ebene noch enger zu verbinden, um auf diesem Weg die Stabilisierung Europas zu festigen. Leitl: "Insbesondere soll beim Aufbau von klein- und mittelbetrieblichen Unternehmensstrukturen in Russland geholfen werden. Dies könnte etwa durch spezielle Austauschprogramme von Jungunternehmern geschehen, damit sie wechselseitig Erfahrung sammeln können." Die Wirtschaft habe in Europa immer mitgeholfen, Grenzen zu überwinden und habe zur Einigung des Kontinents beigetragen. Dies werde auch jetzt wieder bei der EU-Erweiterung und der wirtschaftlichen Integration jener Staaten geschehen, wo es noch keine politische Integration in die EU gibt. Maßgebliche Impulse werden dabei von der Europäischen Wirtschaftskammer kommen. (RH)

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