• 29.01.2002, 14:06:40
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Mitterlehner: "Nein" der Wirtschaft zu Wertschöpfungsabgabe

Wirtschaftskammer-General gegen Beitragsdiskussion in der Sozialversicherung: Zuerst müssen Strukturprobleme gelöst und die Effizienz gesteigert werden

Wien (PWK078) - Ein klares "Nein" sagt Reinhold Mitterlehner,
Generalsekretär-Stellvertreter der Wirtschaftskammer Österreich, zu
erneuten politischen Überlegungen, zur Einnahmenerhöhung in der
Sozialversicherung eine Wertschöpfungsabgabe einzuführen. Für
Mitterlehner ist die Einführung einer Wertschöpfungsabgabe zu Lasten
der heimischen Betriebe aus mehreren Gründen nicht diskutabel:

- " Bevor an Beitragserhöhung in der Sozialversicherung gedacht wird,
müssen die Strukturprobleme gelöst und die Effizienz entscheidend
verbesserten werden. Sonst stehen wir in zwei Jahren vor den selben
Problemen wie heute - nur auf einem wesentlich höheren Kostenniveau."
(Mitterlehner)

- Die Diskussion über eine Wertschöpfungsabgabe sei gerade in
konjunkturell schwierigen Zeiten das "falsche Signal an Betriebe und
Investoren." Um Arbeitsplätze zu schaffen und zu erhalten, sei jetzt
eine Entlastung der Arbeitgeber ein Gebot der Stunde - aber sicher
keine Überlegungen, wie noch höhere Beiträge zur Sozialversicherung
von den Betrieben eingehoben werden können.

- Grundsätzlich gilt auch, dass weltweit noch in keinem Land den
Unternehmen eine Wertschöpfungsabgabe abverlangt wird. Und das mit
gutem Grund. Mitterlehner: "Kapital ist beweglich wie noch nie zuvor.
Wer die Wertschöpfungsabgabe fordert, hat damit zu rechnen, dass
damit Investoren vom Wirtschaftsstandort Österreich vertrieben
werden. Österreich sollte daher nicht das Versuchskaninchen für eine
falsche Wirtschafts- und Sozialpolitik spielen." (RH)

Rückfragehinweis: Wirtschaftskammer Österreich

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