Kampfbereit gegen geplanten Systembruch

Druckerei-Betriebsräte empört über Absicht der Unternehmer

Wien (DJP/ÖGB) Gegen den von den Unternehmern bei der laufenden Lohnrunde für die Beschäftigten im grafischen Gewerbe geplanten Systembruch zeigten sich die BetriebsrätInnen bei der gestern in Wien abgehaltenen Betriebsrätekonferenz empört und kampfbereit. Denn die von den Unternehmern in der Lohnverhandlung vorgebrachte Absicht, eine Lohnerhöhung nur noch jenen ArbeitnehmerInnen zukommen zu lassen, die lediglich den Kollektivvertragslohn erhalten (Wegfall der Parallelverschiebung), wird von den zahlreichen BetriebsrätInnen von mehr als 100 Unternehmungen vehement abgelehnt.++++

Diese Vorgangsweise - so der allgemeine Tenor - sei ein eklatanter Systembruch und benachteilige mehr als 86 Prozent der ArbeitnehmerInnen im grafischen Gewerbe.

Die Betriebsrätinnen und Betriebsräte erklärten sich mit der entschlossenen Haltung der gewerkschaftlichen Verhandlungskurie unter dem Gewerkschaftsvorsitzenden Franz Bittner uneingeschränkt solidarisch und erteilten der Gewerkschaftsvertretung den Auftrag, notfalls auch mit gewerkschaftlichen Kampfmaßnahmen den von den Unternehmervertretern beabsichtigten Systembruch (Parallelverschiebung) zu verhindern. Gleichzeitig erklärten die BetriebsrätInnen der Gewerkschaftsvertretung im Falle von gewerkschaftlichen Kampfmaßnahmen die aktive Unterstützung in den Betrieben.

ÖGB, 29. Jänner 2002
Nr. 075

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Vors. Franz Bittner

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