Niederwieser zu Uni-ÄrztInnen: Regierung ignoriert bereits dritte Chance für besseres Dienstrecht

Wien (SK) "Es ist naiv zu glauben, dass die KlinikärztInnen wie gewohnt weiterarbeiten wenn sie bis zu einem Drittel ihres Einkommens verlieren", betonte SPÖ-Wissenschaftssprecher Erwin Niederwieser hinsichtlich der auslaufenden Betriebsvereinbarung zum ÄrztInnen-Arbeitszeitgesetz. Bereits vor Beschlussfassung des Dienstrechts im Sommer 2001 habe er, Niederwieser, auf die untragbare Bezahlung hingewiesen. "Die Regierung hat diese Bedenken nicht ernst genommen und trägt jetzt die volle Verantwortung für eine schlechtere PatientInnenbetreuung an den Unikliniken", so Niederwieser. ****

Die SPÖ habe in den letzten Monaten zwei Anträge für Verbesserungen des im Grunde untauglichen Dienstrechts für Uni-ÄrztInnen eingebracht, um das Gehaltsproblem zu lösen. Im Mittelpunkt stehe dabei die Gewährleistung der medizinischen Versorgung an den Universitätskliniken, die Erhaltung eines qualitativ hochstehenden wissenschaftlichen Nachwuchses sowie eine Anhebung des JungärztInnen-Jahresgehalts auf 36.336,4 Euro (500.000 öS). "Beide SP-Anträge blieben bis jetzt ungenützt. Bei den Verhandlungen mit der Gewerkschaft verspielt die Regierung die nunmehr dritte Chance für ein besseres Dienstrecht", so Niederwieser abschließend. (Schluss) ns/mp

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