- 29.01.2002, 12:13:53
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Niederwieser zu Uni-ÄrztInnen: Regierung ignoriert bereits dritte Chance für besseres Dienstrecht
Wien (SK) "Es ist naiv zu glauben, dass die KlinikärztInnen wie
gewohnt weiterarbeiten wenn sie bis zu einem Drittel ihres Einkommens
verlieren", betonte SPÖ-Wissenschaftssprecher Erwin Niederwieser
hinsichtlich der auslaufenden Betriebsvereinbarung zum
ÄrztInnen-Arbeitszeitgesetz. Bereits vor Beschlussfassung des
Dienstrechts im Sommer 2001 habe er, Niederwieser, auf die untragbare
Bezahlung hingewiesen. "Die Regierung hat diese Bedenken nicht ernst
genommen und trägt jetzt die volle Verantwortung für eine schlechtere
PatientInnenbetreuung an den Unikliniken", so Niederwieser. ****
Die SPÖ habe in den letzten Monaten zwei Anträge für Verbesserungen
des im Grunde untauglichen Dienstrechts für Uni-ÄrztInnen
eingebracht, um das Gehaltsproblem zu lösen. Im Mittelpunkt stehe
dabei die Gewährleistung der medizinischen Versorgung an den
Universitätskliniken, die Erhaltung eines qualitativ hochstehenden
wissenschaftlichen Nachwuchses sowie eine Anhebung des
JungärztInnen-Jahresgehalts auf 36.336,4 Euro (500.000 öS). "Beide
SP-Anträge blieben bis jetzt ungenützt. Bei den Verhandlungen mit der
Gewerkschaft verspielt die Regierung die nunmehr dritte Chance für
ein besseres Dienstrecht", so Niederwieser abschließend. (Schluss)
ns/mp
Rückfragehinweis: Pressedienst der SPÖ
Tel.: (01) 53427-275
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