Sacher: Bund zieht sich aus VOR zurück - Nahverkehrsverbund dreier Bundesländer wäre vor dem Ende

Mit dem Aus für den VOR drohen Pendlern höhere Tarife und Verschlechterungen beim Service

St. Pölten, (SPI) - "Sollte sich die Bundesregierung wirklich dazu entschließen, sich aus dem drei Bundesländer umfassenden Verkehrsverbund Ostregion (VOR) zurückzuziehen und eine Vertragskündigung noch dieses Jahr vorzunehmen, so wäre diese für den Nahverkehr in NÖ, Wien und dem Burgenland so wichtige Einrichtung wohl vor dem Ende. Ein Auseinanderbrechen des VOR würde für die Hunderttausenden Pendler wieder den Kauf verschiedener Fahrkarten für die unterschiedlichen Nahverkehrsmittel bedeuten, bei gleichzeitiger Benutzung von Eisenbahn, U-Bahn und Postbussen drohen den Fahrgästen drei verschiedene Fahrkarten bzw. Zeitkarten, wobei auch höhere Preise zu befürchten sind", kommentiert Niederösterreichs SP-Klubobmann LAbg. Ewald Sacher das Vorhaben des Rückzugs des Bundes aus dem VOR.****

Der Bund trägt 50 Prozent von 30,8 Mio. Euro, welche im Rahmen des VOR für die Angebote des Nahverkehrs in den Bundesländern Niederösterreich, Wien und Burgenland zusätzlich gefördert werden, um beispielsweise die Verluste für die Verkehrsbetriebe bei der Durchtarifierung auszugleichen. Die restlichen 50 Prozent tragen die Länder, die angesichts ihres finanziellen Spielraums ohnehin bereits sehr viel für den VOR beitragen. "Ich befürchte, dass der Bund plant, sich mittelfristig von der finanziellen Beteiligung am VOR zur Gänze verabschieden zu wollen. Damit würden 15,4 Mio. Euro fehlen und was die Länder nicht ausgleichen können, würde wohl auf die Tarife aufgeschlagen werden. Damit erspart sich der Finanzminister Geld, die Pendler müssten mehr zahlen. Dazu darf es nicht kommen", so Sacher. (Schluss) fa

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