- 29.01.2002, 09:15:01
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Sacher: Bund zieht sich aus VOR zurück - Nahverkehrsverbund dreier Bundesländer wäre vor dem Ende
Mit dem Aus für den VOR drohen Pendlern höhere Tarife und Verschlechterungen beim Service
St. Pölten, (SPI) - "Sollte sich die Bundesregierung wirklich dazu
entschließen, sich aus dem drei Bundesländer umfassenden
Verkehrsverbund Ostregion (VOR) zurückzuziehen und eine
Vertragskündigung noch dieses Jahr vorzunehmen, so wäre diese für den
Nahverkehr in NÖ, Wien und dem Burgenland so wichtige Einrichtung
wohl vor dem Ende. Ein Auseinanderbrechen des VOR würde für die
Hunderttausenden Pendler wieder den Kauf verschiedener Fahrkarten für
die unterschiedlichen Nahverkehrsmittel bedeuten, bei gleichzeitiger
Benutzung von Eisenbahn, U-Bahn und Postbussen drohen den Fahrgästen
drei verschiedene Fahrkarten bzw. Zeitkarten, wobei auch höhere
Preise zu befürchten sind", kommentiert Niederösterreichs
SP-Klubobmann LAbg. Ewald Sacher das Vorhaben des Rückzugs des Bundes
aus dem VOR.****
Der Bund trägt 50 Prozent von 30,8 Mio. Euro, welche im Rahmen des
VOR für die Angebote des Nahverkehrs in den Bundesländern
Niederösterreich, Wien und Burgenland zusätzlich gefördert werden, um
beispielsweise die Verluste für die Verkehrsbetriebe bei der
Durchtarifierung auszugleichen. Die restlichen 50 Prozent tragen die
Länder, die angesichts ihres finanziellen Spielraums ohnehin bereits
sehr viel für den VOR beitragen. "Ich befürchte, dass der Bund plant,
sich mittelfristig von der finanziellen Beteiligung am VOR zur Gänze
verabschieden zu wollen. Damit würden 15,4 Mio. Euro fehlen und was
die Länder nicht ausgleichen können, würde wohl auf die Tarife
aufgeschlagen werden. Damit erspart sich der Finanzminister Geld, die
Pendler müssten mehr zahlen. Dazu darf es nicht kommen", so Sacher.
(Schluss) fa
Rückfragehinweis: Landtagsklub der SPÖ NÖ
Tel: 02742/9005 DW 12794
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