- 28.01.2002, 12:52:48
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Sacher zu Wirtschaftswachstum in NÖ:
Statt deutliche Steigerung dramatische Einbrüche
St.Pölten (NLK) - Die niederösterreichischen Sozialdemokraten
haben bei der nächsten Landtagssitzung am kommenden Donnerstag eine
"Aktuelle Stunde" beantragt, die sich mit der Lage am Arbeitsmarkt
zwischen Enns und Leitha beschäftigt. SP-Klubobmann
Landtagsabgeordneter Ewald Sacher sagte heute, Montag, in einer
Pressekonferenz im NÖ Landhaus, warum: "Es ist eine Tatsache, dass
wir das Bruttoinlandsprodukt im Jahr 2002 nicht halten werden, wenn
wir nicht zusätzliche Beschäftigung schaffen können."
Niederösterreich brauche für die Wirtschaft gute Rahmenbedingungen,
um auch in der Zukunft erfolgreich zu sein. Materielle Komponenten
wie Gebäude, Einrichtungen, Verkehrs- und Versorgungsstrukturen wären
genauso gefragt wie institutionelle Voraussetzungen, also etwa die
Organisation und die Finanzierung. Auch MitarbeiterInnen mit
personellen Ressourcen, z.B. in Hinblick auf die bevorstehende
EU-Osterweiterung, seien dringend notwendig. Sacher zählte die
bekannten Forderungen und Projekte auf, die zu einem Ausbau der
Infrastruktur in Niederösterreich führen würden, wie etwa der
Straßenbau, der Öffentliche Verkehr, die Schifffahrt und die
Kommunikation, wo Internet-Offensiven die Akzeptanz besonders im
ländlichen Raum steigern würden. Auch der Luftverkehr sei zu
intensivieren: Der Flughafen Schwechat sei zu einem internationalen
Arbeitsplatzzentrum mit entsprechender langfristiger Planung
auszubauen. Sacher weiter: "Wir haben den einzigen, wirklich großen
Flughafen Österreichs", aber es müsse "die Anbindung dieses
Flughafens endlich wirklich optimal erfolgen", denn hier werde "viel
Stück- und Flickwerk produziert". Zudem sei etwa die Bildung, z. B.
durch die Schaffung eines Innovationszentrenverbundes oder durch den
weiteren Ausbau der Fachhochschulen, beschleunigt in Angriff zu
nehmen.
Sacher sprach sich auch für eine Zuteilung der Fleisch-,
Futtermittel- und Schlachthofkontrolle im Land vom Agrarressort an
den Konsumentenschutz oder an das Gesundheitsressort aus. Schließlich
fordert er auch Maßnahmen gegen den möglichen Ausverkauf der EVN und
der NÖSIWAG. Hier möchten die Sozialdemokraten erreichen, dass das
Land Niederösterreich jedenfalls seine bisherigen 51 Prozent des
Grundkapitals der EVN behält. Ein etwaiger Verkauf wäre damit an
einen Zwei-Drittel-Beschluss des NÖ Landtages gebunden.
Rückfragehinweis: Niederösterreichische Landesregierung
Pressestelle
Tel.: 02742/9005-12312
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