- 28.01.2002, 11:33:14
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AKS fordert Anwalt für SchülerInnen
Nach den Vorkommnissen im Borg Güssing und im Salzburger Gymnasium Nonntal fordert AKS eine SchülerInnenanwaltschaft
Wien (SK) Im Salzburger Gymnasium Nonntal führte der gezielte Protest
mehrerer Eltern letzte Woche zum Abzug einer "Problemlehrerin".
"Natürlich sind unqualifizierte LehrerInnen keine Ausnahmen und in
fast jeder Schule zu finden, einzigartig ist jedoch der erfolgreiche
Widerstand der betroffenen Eltern", so Niki Kowall,
Bundesvorsitzender der AKS (Aktion kritischer SchülerInnen), am
Montag gegenüber dem Pressedienst der SP. ****
Besonders die Reaktion des Salzburger Landesschulratspräsidenten
stößt bei der AKS auf völlige Verständnislosigkeit. "Den betroffenen
Eltern mit einer Anzeige zu drohen, deutet auf ein bedenkliches
Demokratieverständnis hin", so Kowall.
Dementsprechend sieht Vize-Bundesschulsprecher Andi Kastner (AKS)
"akuten Handlungsbedarf". "Die Installierung einer
SchülerInnenanwaltschaft in Österreich wäre eine notwendige
Konsequenz aus den letzten Vorfällen", ist Kastner überzeugt. Die
Razzia in Güssing, der Umgang mit den Eltern im Gymnasium Nonntal
sowie mehrere untragbare Verhaltensvereinbarungen sind für den
SchülerInnenvertreter ausschlaggebend, eine unabhängige Behörde für
SchülerInnen zu fordern.
Laut Kastner gibt es derzeit nur die Möglichkeiten, beim
Landesschulrat gegen "ProblemlehrerInnen" vorzugehen. "Die Juristen
der Landesschulräte sind jedoch weisungsgebunden und bekommen des
öfteren Weisung, nicht zu agieren", erklärt Kastner. "Ähnlich der
Kinder und Jugendanwaltschaft brauchen auch die SchülerInnen eine
kompetente und kostenlose Rechtsbetreuung", schloss der
BundesschülerInnenvertreter. (Schluss) nf/mm
Rückfragehinweis: - Niki Kowall (0699) 11 40 81 42, - Andi Kastner
(0699) 12 11 48 89
Rückfragehinweis: Pressedienst der SPÖ
Tel.: 01/53427-275
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