• 28.01.2002, 10:43:40
  • /
  • OTS0054 OTW0054

Neues Magnetresonanztomografie-Gerät in Gugging

Anlage an der Landesnervenklinik geht demnächst in Betrieb

St.Pölten (NLK) - Mit der Eröffnung einer neuen
Magnetresonanztomografie-Anlage an der Landesnervenklinik Gugging am
kommenden Mittwoch, 30. Jänner, ist es nun möglich, neurologische und
psychiatrische Patienten - rund 1.600 stationäre und über 4.000
ambulante pro Jahr - auch im eigenen Haus zu untersuchen. Bisher
mussten Untersuchungen außerhalb des Hauses durchgeführt werden, was
für die Patienten oft lange Transportwege und Wartezeiten bedeutete.
Gleichzeitig wird damit auch die Qualität der gesamten Diagnostik der
Neurologie erhöht, weil mit dieser Anlage mittels
Magnetresonanztomografie und ohne Belastung durch Röntgenstrahlen bis
in die "letzten Tiefen des Gehirns" genaue Abbildungen erzeugt werden
können. Damit können punktgenau jede Stelle des Gehirns und des
Rückmarks, aber auch andere Körperregionen dargestellt und die
geringsten Entzündungen und Durchblutungsstörungen sowie andere
pathologische Prozesse bereits sehr früh diagnostiziert werden.

An der Neurologie der Landesnervenklinik Gugging wurde als erste
in Niederösterreich im Februar 1997 eine Stroke Unit errichtet, die
derzeit mit 650 Schlaganfall-Notaufnahmen pro Jahr mehr
Akut-Patienten als jede andere Klinik in Österreich versorgt. Es
werden an der Landesnervenklinik nicht nur routinemäßige
Magnetresonanz-Untersuchungen des Gehirns durchgeführt. Durch eigene
Bildsequenzen können auch die Folgen eines Schlaganfalls im Gehirn
bereits nach den ersten Minuten festgestellt werden. Dies hat große
Bedeutung für die Notfallbehandlung, da dadurch bereits sehr früh
entschieden werden kann, ob eine künstliche Thrombusauflösung
durchgeführt werden soll. Diese künstliche Auflösung des Thrombus im
Gehirn kann von der Stroke Unit des Hauses heute problemlos gemacht
werden. Damit wird wieder eine normale Hirndurchblutung hergestellt.
Somit können oftmals verheerende Folgen eines Schlaganfalls mit
bleibenden Schäden verhindert werden. Im ersten Jahr der
Inbetriebnahme wird mit einer Untersuchungsfrequenz von rund 1.000
Patienten gerechnet. Diese Zahl wird in den kommenden Jahren noch
weiter ansteigen.

Da im Jahr 2004 die Übersiedlung der neurologischen Abteilung an
das Donauklinikum Tulln erfolgen wird, wurden nur geringe bauliche
Investitionen in Gugging vorgenommen. Dies war möglich durch die
Anmietung eines Magnetresonanztomografie-Gerätes in einem Container,
die für die Dauer des Betriebes der Neurologie am Standort Gugging
beschränkt ist. Das Abrechnungssystem basiert auf den durchgeführten
Untersuchungen. Ein weiterer Vorteil der Containerlösung ist die
kurze Realisierungsphase von nur wenigen Monaten.

Rückfragehinweis: Niederösterreichische Landesregierung

Pressestelle
Tel.: 02742/9005-12163

OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NLK/NLK

Bei Facebook teilen.
Bei X teilen.
Bei LinkedIn teilen.
Bei Xing teilen.
Bei Bluesky teilen

Stichworte

Channel