SPÖ-Wirtschaftskonvent: Mosdorf macht sich für "Rohstoff Wissen" stark

Wien (SK) "Der einzige Vorteil, den wir hier in Mitteleuropa am globalen Markt haben, ist der Rohstoff Wissen. Das ist auch der einzige Rohstoff, der sich bei Gebrauch vermehrt", sagte Siegmar Mosdorf, parlamentarischer Staatssekretär im deutschen Wirtschaftsministerium, am Freitag beim Wirtschaftskonvent der SPÖ. "Die Universitäten dürfen aber nicht nur als Standorte für Bildung, sondern müssen auch als Standorte für Gründungen gesehen werden", so Mosdorf. Er forderte "einen Vorsprung an Exzellenz" ein, den gerade mittelständische Unternehmen ("die Pacemaker der Innovation") innehaben würden. Er plädiert daher für eine Anhebung der Selbstständigenquote auf 15 Prozent. Zur Globalisierung meinte Mosdorf: "Wir sollten dabei die kulturelle Dimension nicht übersehen, in der es um Diversität, nicht um Einheit geht. Wer bei Globalisierung an Amerikanisierung und McDonaldisierung denkt, ist sicher auf dem falschen Weg." ****

Mosdorf äußerste sich in puncto Standortpolitik folgendermaßen: "Der Staat selber muss modifiziert werden." In Deutschland etwa bedeute das eine Absenkung der Staatsquote von derzeit knapp unter fünfzig auf vierzig Prozent. Der Staatssekretär nannte auch den größten Unterschied am Weltmarkt im Vergleich zu früher: "Die Schwellenländer haben einen enormen Selbstbehauptungswillen entwickelt, denn mit den neuen Technologien gelingt ihnen ein Vorbeispringen an ganzen industriegeschichtlichen Epochen." Überhaupt zeige sich der globale Markt heute auf das Tiefste verändert, so Mosdorf: "In Zukunft wird dezentral produziert. Das alte Modell der Megafabrik, von der dann in alle Welt exportiert wird, gibt es nicht mehr." (Schluss) re

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