Indien: Ein Jahr nach dem schweren Beben in Gujarat - Rückblick auf nachhaltige Rotkreuz-Hilfe

Wien (OTS) - Morgen, am 26. Jänner 2002, jährt sich das schwere Beben, das in der Region Khuch im Nord-Westen Indiens rund 400.000 Häuser zerstörte. 20.000 Menschen kamen dabei ums Leben. Die gesamte Infrastruktur war zusammengebrochen.

"Immer noch erinnern eingestürzte Häuser und Schutthaufen an das schwere Beben, aber der Wiederaufbau geht ständig voran", berichtet die österreichische Rotkreuz-Mitarbeiterin Andrea Wissinger, die kürzlich aus Indien zurückgekehrt ist. Freiwillige des Indischen Roten Kreuzes und internationale Rotkreuz-Delegierte, darunter auch eine Österreicherin, arbeiten weiterhin am Wiederaufbau. 40 nationale Rotkreuz- und Rothalbmond-Gesellschaften haben über 36 Millionen US Dollar (41,06 Millionen Euro) aufgebracht, um den Menschen in der Region zu helfen.

12 österreichische Rotkreuz-Delegierte waren bzw. sind seit dem Beben in Indien im Einsatz. 27.000.000 Wasseraufbereitungstabletten, 10 Emergency Health Kits - Medikamente und Verbandsmaterialen zur Akutversorgung - 20 Wasserzapfstellen und 3 Wassertestlabors zur Testung und Aufbereitung des Trinkwassers halfen, den Ausbruch von Seuchen zu verhindern. Die ÖRK Telekomspezialisten (ERU Telecommunication) sorgten für den Aufbau eines Funk- und Computernetzwerkes. Auch am Wiederaufbau zerstörter Häuser ist das ÖRK mit der Bereitstellung von Baumaterialien und -gerätschaften beteiligt. Ein weiteres Rotkreuz-Team betreut ein Projekt auf Dorfebene zur Reparatur und zum Ausbau von Wassersammelstellen, Brunnen, Wassertanks und zur Gesundheitsvorsorge.

"Indien ist weltweit einer der am häufigsten von Katastrophen betroffenen Staaten", fasst Wissinger zusammen "damit unsere Hilfe nachhaltig ist, senden wir nicht nur Material, Geld und Personal, sondern geben Hilfe zur Selbsthilfe: Wir stärken unsere indische Rotkreuz-Schwestergesellschaft. Ein verbesserter Katastrophenhilfsplan wird ausgearbeitet, Hilfsgüter in der Region eingelagert. Das Rote Kreuz wird sich in den nächsten drei Jahren in der Region auf den Bau eines 200 Betten-Spitals, Wiederaufbau und die Wiederherstellung traditioneller Bewässerungsanlagen konzentrieren."

Das ÖRK bittet weiterhin um Spenden auf das Konto PSK 2.345.000, Kennwort: "Indien".

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