- 21.01.2002, 12:49:52
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Parnigoni fordert umfassende Wirtschaftshilfe für das Waldviertel
Wien (SK) Tiefgreifende Impulse für die wirtschaftlich arg
darniederliegende Region Waldviertel verlangt SPÖ-Abgeordneter Rudolf
Parnigoni vom Bund und vom Land Niederösterreich. Beim Gesprächsforum
zur Grenzlandentwicklung, das angesichts der dramatischen negativen
Entwicklungen der Waldviertler Wirtschaftssituation heute in Gmünd
stattfand, forderte Parnigoni rasche Hilfeleistungen, um das
vernachlässigte Waldviertel endlich wieder in Schwung zu bringen.
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Parnigoni: "Die drei Bezirke Gmünd, Waidhofen und Zwettl sind
österreichweit Schlusslichter bei Arbeitslosigkeit und Abwanderung.
Landeshauptmann Pröll muss endlich handeln anstatt realitätsfern von
der TOP-10-Region Niederösterreich zu phantasieren. Das Land
Niederösterreich muss die zusätzlichen 36 Millionen Euro, die es nun
aufgrund der Volkszählung beim Finanzausgleich jährlich erhält, ganz
gezielt in das Waldviertel investieren."
Dafür solle unter anderem im Waldviertel eine Sonderpendlerbeihilfe,
ein Stabilitätsfonds für Klein- und Mittelbetriebe und ein
Textilcluster mit gemeinsamem Marktauftritt geschaffen werden.
Darüber hinaus müsse es auch zu einer Ausweitung der regionalen
Stiftung und zu Nachschulungsprojekten für Langzeitarbeitslose
kommen.
Auch bei der Infrastruktur, vor allem im Verkehrsbereich, dürfe das
Waldviertel nicht weiterhin so stiefmütterlich behandelt werden.
Parnigoni: "Im Landesverkehrsplan werden dem Weinviertel 19
Milliarden zugedacht, dem Waldviertel hingegen läppische zwei
Milliarden Schilling. Das ist untragbar!" Im Sinne der
Wettbewerbsfähigkeit des Waldviertels müsse rasch eine Transversale
zwischen St. Pölten, Krems, Gmünd und Neuhaus geschaffen werden,
darüber hinaus ein selektiver zweispuriger Ausbau nach Wien und eine
Anbindung an die künftige Autobahn Linz-Budweis. Parnigoni: "Es muss
zu einer Renaissance der Regionen kommen, besonders der Region
Waldviertel müssen die Säumnisse der letzten Monate abgegolten
werden. Dies muss angesichts der dramatischen Entwicklungen der
jüngsten Zeit, die nicht zuletzt durch die brutalen
Belastungsmaßnahmen der Regierung verschuldet wurden, sehr rasch
geschehen!" (Schluss) se/mp
Rückfragehinweis: Pressedienst der SPÖ
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