Parnigoni fordert umfassende Wirtschaftshilfe für das Waldviertel

Wien (SK) Tiefgreifende Impulse für die wirtschaftlich arg darniederliegende Region Waldviertel verlangt SPÖ-Abgeordneter Rudolf Parnigoni vom Bund und vom Land Niederösterreich. Beim Gesprächsforum zur Grenzlandentwicklung, das angesichts der dramatischen negativen Entwicklungen der Waldviertler Wirtschaftssituation heute in Gmünd stattfand, forderte Parnigoni rasche Hilfeleistungen, um das vernachlässigte Waldviertel endlich wieder in Schwung zu bringen. ****

Parnigoni: "Die drei Bezirke Gmünd, Waidhofen und Zwettl sind österreichweit Schlusslichter bei Arbeitslosigkeit und Abwanderung. Landeshauptmann Pröll muss endlich handeln anstatt realitätsfern von der TOP-10-Region Niederösterreich zu phantasieren. Das Land Niederösterreich muss die zusätzlichen 36 Millionen Euro, die es nun aufgrund der Volkszählung beim Finanzausgleich jährlich erhält, ganz gezielt in das Waldviertel investieren."

Dafür solle unter anderem im Waldviertel eine Sonderpendlerbeihilfe, ein Stabilitätsfonds für Klein- und Mittelbetriebe und ein Textilcluster mit gemeinsamem Marktauftritt geschaffen werden. Darüber hinaus müsse es auch zu einer Ausweitung der regionalen Stiftung und zu Nachschulungsprojekten für Langzeitarbeitslose kommen.

Auch bei der Infrastruktur, vor allem im Verkehrsbereich, dürfe das Waldviertel nicht weiterhin so stiefmütterlich behandelt werden. Parnigoni: "Im Landesverkehrsplan werden dem Weinviertel 19 Milliarden zugedacht, dem Waldviertel hingegen läppische zwei Milliarden Schilling. Das ist untragbar!" Im Sinne der Wettbewerbsfähigkeit des Waldviertels müsse rasch eine Transversale zwischen St. Pölten, Krems, Gmünd und Neuhaus geschaffen werden, darüber hinaus ein selektiver zweispuriger Ausbau nach Wien und eine Anbindung an die künftige Autobahn Linz-Budweis. Parnigoni: "Es muss zu einer Renaissance der Regionen kommen, besonders der Region Waldviertel müssen die Säumnisse der letzten Monate abgegolten werden. Dies muss angesichts der dramatischen Entwicklungen der jüngsten Zeit, die nicht zuletzt durch die brutalen Belastungsmaßnahmen der Regierung verschuldet wurden, sehr rasch geschehen!" (Schluss) se/mp

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