ÖVP-Jugendorganisationen auf Linie

ÖH: Aktionsgemeinschaft und JVP wenden sich mit Vorwurf der Diskussionsverweigerung an die falsche Adresse

Wien (OTS) - Angesichts der Parteitreue der ÖVP-Jugendorganisationen, weist die Österreichische HochschülerInnenschaft (ÖH) darauf hin, dass VertreterInnen der Aktionsgemeinschaft und der JVP den offenen Brief der ÖH an Ministerin Gehrer nicht allzu genau gelesen haben dürften. Neben vielen anderen Gründen für die Absage zu Verhandlungen über die Universitäts-Reform, führt die ÖH darin an, dass sich Gehrer der öffentlichen Diskussion niemals gestellt hat. "Man darf gespannt sein, ob Ministerin Gehrer nun dem Ruf ihrer eigenen Studierendenfraktion zu einem Gespräch an der Universität folgt", so ÖH-Vorsitzende Anita Weinberger.

"Es ist bezeichnend, dass die ÖVP-Jugend sich die Universitäts-Reform lieber mit ihren Parteifreunden hinter verschlossenen Türen ausschnapsen will, anstatt mit den Betroffenen zu sprechen. Wir ziehen es jedenfalls vor, mit den universitären Kurien zu reden und festzustellen, wie doch noch eine Reform hin zu einer demokratisch organisierten Universität im Sinne der Betroffenen erarbeitet werden kann", so Weinberger weiter. "Insbesondere die Aktionsgemeinschaft sollte Ministerin Gehrer dazu anhalten, die von der ÖH geforderten schriftlichen Stellungnahmen zu den im offenen Brief angeführten Punkten zu erarbeiten."

Andrea Mautz, zweite Frau im ÖH-Vorsitzteam, weist zudem noch einmal darauf hin, dass Ministerin Gehrer von gemachten Zusagen nicht allzu viel hält. "Die Aktionsgemeinschaft hat sehr schnell vergessen, dass das Wort der Minsiterin nicht allzu viel zählt; plakatierte sie doch vor wenigen Monaten noch selbst, dass Ministerin Gehrer die Studierenden belogen hätte. Bei Studiengebühren und vorzeitiger Besetzung von ProfessorInnenstellen war die Ministerin wortbrüchig. Was bringt es, mögliche Verhandlungsergebnisse zu erzielen, wenn diese ohnehin nicht umgesetzt werde?", so Mautz. Und abschließend:
"Es ist wenig erfolgversprechend, mit jemanden über Mitbestimmung an den Universitäten zu verhandeln, die in demokratischen Entscheidungen kein 'Qualitätsmerkmal' erkennen kann."

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