- 16.01.2002, 12:54:45
- /
- OTS0148 OTW0148
Krebsimmuntherapie von igeneon: weiterer Schritt in Richtung Marktreife=
Krebsimpfstoff IGN101 geht in die zweite Klinische Phase
Nachdem die Phase I-Studie die hervorragende Verträglichkeit von
IGN101 gezeigt und das immunologische Wirkprinzip bestätigt hat, soll
der Impfstoff nun an der Grazer Universitätsklinik auf seine
immunologische Wirksamkeit in Kombination mit einer Chemotherapie
untersucht werden. IGN101 ist eines von derzeit fünf Produkten von
igeneon, die das Immunsystem von KrebspatientInnen gezielt anregen
sollen, gegen Krebszellen vorzugehen.
Bereits in frühen Stadien einer Krebserkrankung haben sich einzelne
Tumorzellen häufig bereits auf andere Organe ausgebreitet und können
" oft erst nach Jahren " das Entstehen und die Ausbreitung von
Metastasen verursachen. Diese sind die Hauptursache für die
Sterblichkeit bei Krebs. igeneon, Österreichs führendes
Biotech-Unternehmen mit Schwerpunkt Krebsimmuntherapie, setzt genau
hier an: die Produkte von igeneon sollen die Metastasenbildung
verhindern bzw. verzögern und damit die Lebenserwartung von
KrebspatientInnen erhöhen. Derzeit hat igeneon fünf Produkte in
Entwicklung, drei davon weisen bereits klinischen Status auf und
werden an KrebspatientInnen getestet.
Der Krebsimpfstoff IGN101: mit einem Trick das Immunsystem aktivieren
Die meisten derzeit erprobten Ansätze für Krebsimpfungen bestehen aus
geimpften Krebszellen oder Teilstrukturen von Krebszellen
(Tumorantigene). Der Krebsimpfstoff IGN101 beruht auf einem völlig
anderen Prinzip. Er ist kein Bestandteil einer menschlichen
Tumorzelle, sondern besteht aus einem den Menschen fremden Protein,
das jedoch einem Protein an der Oberfläche der menschlichen
Krebszelle ähnlich ist. Der Impfstoff wird nun vom menschlichen
Immunsystem als gefährlich " weil fremd - erkannt, wodurch es mit
einer starken Immunantwort reagiert. "Durch diesen Trick veranlassen
wir das Immunsystem, gegen eine körpereigene Struktur eine effiziente
Immunantwort aufzubauen oder zu verstärken," erklärt Dr. Hans
Loibner, Gründer und Vorstandsvorsitzender der igeneon AG.
IGN101 könnte sehr breit, d.h. für cirka 70% aller Krebsfälle
(epitheliale Krebsformen) - wie Lungenkrebs, Darmkrebs, Magenkrebs,
Brustkrebs, Prostatakrebs, Eierstockkrebs und andere - einsetzbar
sein.
Erfolgreiche Phase I-Studie
In einer Phase I-Studie wird vorrangig die Verträglichkeit eines
Präparates (mögliche Nebenwirkungen) erhoben. Gleichzeitig wird aber
auch bereits eine mögliche Wirkung beobachtet. In einer Phase
I-Studie in der Klinischen Abteilung für Onkologie der Medizinischen
Universitätsklinik in Graz wurden 2001 erstmals PatientInnen mit
IGN101 behandelt. "Es hat sich gezeigt, dass IGN101 hervorragend
verträglich ist und das immunologische Wirkprinzip der Auslösung
einer Immunreaktion bei allen betroffenen PatientInnen in hohem Maße
erreicht werden konnte", erklärt Studienleiter Prof. Hellmut
Samonigg, Leiter der Klinischen Abteilung für Onkologie an der
Universitätsklinik Graz.
Phase II-Studie angelaufen
Im Dezember 2001 wurde " ebenfalls in Graz - eine Phase II-Studie
begonnen, um zu evaluieren, inwiefern der Impfstoff seine
immunologische Wirksamkeit auch in direkter Kombination mit
Chemotherapie entfalten kann. "Die nunmehr angelaufene gleichzeitige
Gabe von IGN101 mit einer Chemotherapie ist ein entscheidender
Schritt für die Weiterentwicklung des Impfprinzips bei epithelialen
Krebsformen. Die extrem gute Verträglichkeit des Impfstoffes, die
äußerst einfache Anwendung sowie die bereits bewiesene Anregung des
körpereigenen Immunsystems lässt auf einen wesentlichen Fortschritt
in der Behandlung von Krebserkrankungen hoffen," stellt Prof.
Samonigg fest.
"Charakteristisch für igeneon ist die zielstrebige Entwicklung der
Produkte, insbesondere in klinischen Untersuchungen, um in möglichst
kurzer Zeit Marktreife erreichen zu können. Eine europäische
Zulassung von IGN101 könnte 2004/2005 möglich werden," sagt Hans
Loibner.
Rückfragehinweis: Trimedia Communications GmbH
Tel: (01) 524 43 00/0
OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | TRI/TRI






