• 15.01.2002, 14:36:41
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Hohe Investitionen der Betriebe sind Grundlage für Tourismusboom

Logistik in Wintersportorten hat sich deutlich verbessert

Wien (PWK032) - Die Tourismusbetriebe haben viel zu der jetzt
allgemein gelobten positiven Entwicklung des Tourismus beigetragen.
Seit einigen Jahren wurde und wird vermehrt in die
Ausstattungsqualität und das Erlebnisangebot investiert, was sich
jetzt offenbar bezahlt gemacht hat, erklärte der Obmann der
Bundessektion Tourismus und Freizeitwirtschaft, Komm.Rat Johann
Schenner, anlässlich der internationalen atb-Pressekonferenz auf dem
Wiener Messegelände.

Ein wichtiges Indiz für die Investitionsfreudigkeit der Betriebe sind
die Kreditanträge bei den Förderungsbanken. Die Österreichische
Hotel- und Tourismusbank verzeichnete 2001eine weitere Zunahme der
Kreditansuchen. Konkret wurde ein gefördertes Investitionsvolumen von
5,3 Milliarden Schilling (385,2 Mio. €) erreicht.

Die hochgerechneten Gesamtinvestitionen der heimischen Betriebe
liegen somit 2001 bei 24 Milliarden Schilling (1,74 Mrd. €). Neben
notwendigen Erneuerungsinvestitionen sind das vor allem Investitionen
in die Freizeitinfrastruktur und in Allwettereinrichtungen sowie in
den "Megatrend Wellness", wie z.B. Sport und Fitness, Schwimmbäder
und Saunas. Acht Prozent der Investitionen flossen in
Unternehmensgründungen.

Die öffentliche Förderung nimmt allerdings weiterhin ab, bedauerte
Schenner. Bei den nach wie vor ungünstigen Rahmenbedingungen mit
einer Steuerbelastungsquote von knapp 45 Prozent braucht die
Tourismuswirtschaft aber weiterhin ein ausreichendes
Förderungsvolumen.

Die Logistik in vielen Wintersportorten habe sich deutlich
verbessert, führte Schenner weiter aus. Man könne fast überall die
Wintersportausrüstung anmieten, statt sie mitzubringen. Auch die
touristischen Informations- und Buchungssysteme seien inzwischen sehr
leistungsfähig geworden.

Die Internet-Buchungen erreichten derzeit erst wenige Prozent, nehmen
aber rasch zu, vor allem bei der Jugend. "Die Systeme sind daher
weiter zu verbessern und auszubauen. Vor allem die vielen
Kleinbetriebe, die für viele Gäste eine besonders gute und
persönliche Betreuung bieten, müssen in die elektronischen Märkte
einbezogen werden", nannte Schenner als ein wichtiges Anliegen und
Arbeitsgebiet für die nächsten Monate. (hp)

Rückfragehinweis: Wirtschaftskammer Österreich

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