- 15.01.2002, 12:31:19
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Öllinger: Arbeitszeit-Deregulierung schafft keine neuen Arbeitsplätze
Weniger Menschen würden mehr arbeiten und öfter krank werden
Wien (OTS) "Die Deregulierung der Arbeitszeit schafft keine
zusätzlichen Arbeitsplätze", so der Sozialsprecher der Grünen, Karl
Öllinger, zur Absicht des Wirtschaftsministers, die
Arbeitszeitbegrenzung von zehn Stunden täglich zu erhöhen. "Die
Ausweitung sogenannter atypischer Beschäftigungsverhältnisse hat
gezeigt, daß nicht neue Arbeitsplätze geschaffen werden, sondern
bereits bestehende in atypische Beschäftigungsverhältnisse
umgewandelt werden", so Öllinger.
Eine ähnliche Entwicklung befürchtet Öllinger bei einer Ausweitung
der Tagesarbeitszeit: "Damit würde die Voraussetzung dafür
geschaffen, daß weniger Menschen in Nachfragebranchen noch mehr
arbeiten. Die Mehrarbeit würde in Überstunden fließen und nicht in
neue Arbeitsplätze Und längere Arbeitszeiten erhöhen die
Erkrankungsgefahr und damit die Gesundheitskosten."
Insgesamt hält Öllinger Bartensteins Ansatz der Aufweichung von
Schutzbestimmungen für ArbeitnehmerInnen für falsch: "Das IHS hat im
Jahr 1999 erhoben, welche rechtlichen und ökonomischen
Voraussetzungen von potentiellen InvestorInnen gewünscht werden. Die
Veränderung der Arbeitszeitregelung wurde nicht genannt. Das WIFO
wiederum hat im Oktober 1999 festgestellt, dass auf Grund sehr kurzer
und relativ unsicherer Beschäftigungsverhältnisse in Österreich die
Gefahr besteht, das Know-how verloren geht."
"Wer also den Standort sichern will, darf keine Politik des
Sozialdumpings betreiben. Investitionen in Aus- und Weiterbildung
sind daher die beste Standortsicherung", so Öllinger.
Rückfragehinweis: Pressebüro der Grünen im Parlament
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