Öllinger: Arbeitszeit-Deregulierung schafft keine neuen Arbeitsplätze

Weniger Menschen würden mehr arbeiten und öfter krank werden

Wien (OTS) "Die Deregulierung der Arbeitszeit schafft keine zusätzlichen Arbeitsplätze", so der Sozialsprecher der Grünen, Karl Öllinger, zur Absicht des Wirtschaftsministers, die Arbeitszeitbegrenzung von zehn Stunden täglich zu erhöhen. "Die Ausweitung sogenannter atypischer Beschäftigungsverhältnisse hat gezeigt, daß nicht neue Arbeitsplätze geschaffen werden, sondern bereits bestehende in atypische Beschäftigungsverhältnisse umgewandelt werden", so Öllinger.

Eine ähnliche Entwicklung befürchtet Öllinger bei einer Ausweitung der Tagesarbeitszeit: "Damit würde die Voraussetzung dafür geschaffen, daß weniger Menschen in Nachfragebranchen noch mehr arbeiten. Die Mehrarbeit würde in Überstunden fließen und nicht in neue Arbeitsplätze Und längere Arbeitszeiten erhöhen die Erkrankungsgefahr und damit die Gesundheitskosten."

Insgesamt hält Öllinger Bartensteins Ansatz der Aufweichung von Schutzbestimmungen für ArbeitnehmerInnen für falsch: "Das IHS hat im Jahr 1999 erhoben, welche rechtlichen und ökonomischen Voraussetzungen von potentiellen InvestorInnen gewünscht werden. Die Veränderung der Arbeitszeitregelung wurde nicht genannt. Das WIFO wiederum hat im Oktober 1999 festgestellt, dass auf Grund sehr kurzer und relativ unsicherer Beschäftigungsverhältnisse in Österreich die Gefahr besteht, das Know-how verloren geht."

"Wer also den Standort sichern will, darf keine Politik des Sozialdumpings betreiben. Investitionen in Aus- und Weiterbildung sind daher die beste Standortsicherung", so Öllinger.

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