"Das ewig Weibliche": die "Resonanzen 2002" auf Österreich 1

Wien (OTS) - Von 19. bis 27. Jänner finden im Wiener
Konzerthaus die "Resonanzen 2002" statt, die heuer unter dem Motto "Das ewig Weibliche" stehen. Österreich 1 sendet auch diesmal alle zehn Konzerte der "Resonanzen" - einige davon live - und wird
wieder Ausschnitte der Konzerte auf CD veröffentlichen. Das komplette Sendeschema ist unter http://oe1.orf.at abrufbar.****

Ob im Mittelalter, Renaissance, Barock - oder natürlich auch heute: Was bewegt, sind die zwischenmenschlichen Beziehungen und
die daraus resultierenden Emotionen, die sich als Liebe, Hass, Sehnsucht etc. definieren. In der Bildenden Kunst, der Dichtung, freilich auch in der Musik stellen die Beziehungen zwischen den Geschlechtern, ja den Menschen schlechthin, immer wieder das Sujet für seitenstarke Romane, Filme, Bilderzyklen und letztendlich musikalische Genres wie das der Oper dar. Guillaume de Machaut, Dichter und "Liedermacher" des 14. Jahrhunderts schrieb ebenso Liebeslieder wie die Beatles oder eine Popgruppe unserer Zeit. Als Sprache, die man auf der ganzen Welt versteht, ist die Musik das Mittel, um von den Sehnsüchten, Qualen, von der Euphorie und der Enttäuschung in Liebessachen zu "sprechen". Die Liebe - ein jede Generation, jeden Menschen bewegendes und über die Jahrhunderte gleich bleibendes Thema, das man abgeklärt als langweilig, von Emotionen durchdrungen als ewig interessant beurteilen wird.

"Das ewig Weibliche" ist Thema der diesjährigen "Resonanzen" -dem Festival für Alte Musik des Wiener Konzerthauses, das heuer bereits zum zehnten Mal stattfindet. In zehn Konzerten - so könnte man simpel feststellen - werden immer wieder die Fragen "Liebt Sie mich? Liebt Sie mich nicht?" gestellt. Das Programm ist dennoch nicht einseitig, denn der Zugang der Dichter und Komponisten zum Generalthema der Resonanzen ist vielfältig. Etwa wenn Alessandro Stradella - selbst Opfer eines Mörders - beinahe 300 Jahre vor Richard Strauss die Geschichte der "verliebten" Salome und des Heiligen Johannes in seinem Oratorium "San Giovanni Battista" ("La Stagione Frankfurt"; 19.1., 19.30 Uhr live auf Ö1) farbenprächtig erzählt oder der blinde Organist und Geistliche Francesco Landini (ca. 1325 - 1397) die Florentinerinnen besingt ("Ensemble Micrologus", auf Ö1 am 7.2. um 10.05 Uhr). Am 20. Jänner präsentiert Bernhard Trebuch "Fiori musicali" - live ab 17.05 Uhr auf Ö1 - von der Instrumentenausstellung bei den "Resonanzen". Das Thema der Sendung: "Gezupft, geblasen und gestrichen".

Auch heuer warten die "Resonanzen" - neben Trouvaillen vom Mittelalter bis Barock - wieder mit einigen Debüts auf: So tritt beim Festival zum ersten Mal der in Wien geborene Geiger Hiro Kurosaki, Konzertmeister in William Christies "Les Arts Florissants", mit dem Cembalisten Wolfgang Glüxam auf und "malt" musikalische Frauenbilder aus dem spätbarocken Frankreich ( auf Ö1 am 21.2. um 10.05 Uhr). Am 25. Jänner um 19.30 Uhr ist live auf Ö1 das "Baltimore Consort" mit seinem Programm "Wondrous Merry" -anrüchige und heitere Liebesballaden aus England und Schottland -zu hören. Besonders empfehlenswert ist auch das Debütkonzert des spanischen Ensembles "Orphenica Lyra" mit der jungen Sopranistin Nuria Rial. Vom Lautenisten und Gitarristen José Miguel Moreno,
der auch im Ensemble Hespèrion XX mitwirkte, gegründet, präsentiert die Gruppe Lieder und schwungvolle Tänze der Spanischen Renaissance (auf Ö1 am 31. Jänner um 10.05 Uhr).(ih)

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