• 15.01.2002, 10:18:18
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"Das ewig Weibliche": die "Resonanzen 2002" auf Österreich 1=

Wien (OTS) - Von 19. bis 27. Jänner finden im Wiener
Konzerthaus die "Resonanzen 2002" statt, die heuer unter dem Motto
"Das ewig Weibliche" stehen. Österreich 1 sendet auch diesmal alle
zehn Konzerte der "Resonanzen" - einige davon live - und wird
wieder Ausschnitte der Konzerte auf CD veröffentlichen. Das
komplette Sendeschema ist unter http://oe1.orf.at abrufbar.****

Ob im Mittelalter, Renaissance, Barock - oder natürlich auch
heute: Was bewegt, sind die zwischenmenschlichen Beziehungen und
die daraus resultierenden Emotionen, die sich als Liebe, Hass,
Sehnsucht etc. definieren. In der Bildenden Kunst, der Dichtung,
freilich auch in der Musik stellen die Beziehungen zwischen den
Geschlechtern, ja den Menschen schlechthin, immer wieder das Sujet
für seitenstarke Romane, Filme, Bilderzyklen und letztendlich
musikalische Genres wie das der Oper dar. Guillaume de Machaut,
Dichter und "Liedermacher" des 14. Jahrhunderts schrieb ebenso
Liebeslieder wie die Beatles oder eine Popgruppe unserer Zeit. Als
Sprache, die man auf der ganzen Welt versteht, ist die Musik das
Mittel, um von den Sehnsüchten, Qualen, von der Euphorie und der
Enttäuschung in Liebessachen zu "sprechen". Die Liebe - ein jede
Generation, jeden Menschen bewegendes und über die Jahrhunderte
gleich bleibendes Thema, das man abgeklärt als langweilig, von
Emotionen durchdrungen als ewig interessant beurteilen wird.

"Das ewig Weibliche" ist Thema der diesjährigen "Resonanzen" -
dem Festival für Alte Musik des Wiener Konzerthauses, das heuer
bereits zum zehnten Mal stattfindet. In zehn Konzerten - so könnte
man simpel feststellen - werden immer wieder die Fragen "Liebt Sie
mich? Liebt Sie mich nicht?" gestellt. Das Programm ist dennoch
nicht einseitig, denn der Zugang der Dichter und Komponisten zum
Generalthema der Resonanzen ist vielfältig. Etwa wenn Alessandro
Stradella - selbst Opfer eines Mörders - beinahe 300 Jahre vor
Richard Strauss die Geschichte der "verliebten" Salome und des
Heiligen Johannes in seinem Oratorium "San Giovanni Battista" ("La
Stagione Frankfurt"; 19.1., 19.30 Uhr live auf Ö1) farbenprächtig
erzählt oder der blinde Organist und Geistliche Francesco Landini
(ca. 1325 - 1397) die Florentinerinnen besingt ("Ensemble
Micrologus", auf Ö1 am 7.2. um 10.05 Uhr). Am 20. Jänner
präsentiert Bernhard Trebuch "Fiori musicali" - live ab 17.05 Uhr
auf Ö1 - von der Instrumentenausstellung bei den "Resonanzen". Das
Thema der Sendung: "Gezupft, geblasen und gestrichen".

Auch heuer warten die "Resonanzen" - neben Trouvaillen vom
Mittelalter bis Barock - wieder mit einigen Debüts auf: So tritt
beim Festival zum ersten Mal der in Wien geborene Geiger Hiro
Kurosaki, Konzertmeister in William Christies "Les Arts
Florissants", mit dem Cembalisten Wolfgang Glüxam auf und "malt"
musikalische Frauenbilder aus dem spätbarocken Frankreich ( auf Ö1
am 21.2. um 10.05 Uhr). Am 25. Jänner um 19.30 Uhr ist live auf Ö1
das "Baltimore Consort" mit seinem Programm "Wondrous Merry" -
anrüchige und heitere Liebesballaden aus England und Schottland -
zu hören. Besonders empfehlenswert ist auch das Debütkonzert des
spanischen Ensembles "Orphenica Lyra" mit der jungen Sopranistin
Nuria Rial. Vom Lautenisten und Gitarristen José Miguel Moreno,
der auch im Ensemble Hespèrion XX mitwirkte, gegründet,
präsentiert die Gruppe Lieder und schwungvolle Tänze der
Spanischen Renaissance (auf Ö1 am 31. Jänner um 10.05 Uhr).(ih)

Rückfragehinweis: ORF Radio Öffentlichkeitsarbeit

Isabella Henke
Tel.: 01/501 01/18050
e-mail: [email protected]

OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | HOA/HOA

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