- 10.01.2002, 10:46:58
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AK: Anrufe bei AK-Euro-Hotline seit 1. Jänner verdoppelt
AK befürchtet Preissteigerungen ab März, wenn doppelte Preisangabe fällt
Wien (AK) - Preissteigerungen, keine Schillingmünzen-Annahme mehr
in Trafiken oder anderen meist kleinen Geschäften, Probleme bei
Automaten, unrichtige Rundungen, das zeigen die verärgerten Anrufe
der Konsumenten seit Jahresanfang bei der Euro-Hotline der AK. Seit
der Einführung des Euro-Bargeldes haben sich die Anrufe bei der
AK-Hotline verdoppelt. Massiv angestiegen sind auch die Einträge der
Konsumenten auf der AK-Eurointernetsite. Die meisten Beschwerden
betreffen Preiserhöhungen bei Restaurants, Pizzerien, Automaten,
Diskotheken und Zigaretten. Die AK-Konsumentenschützer befürchten,
dass in den ersten Märzwochen, wenn die doppelte Preisauszeichnung
wegfällt, viele Unternehmen die Preise nach oben anpassen werden. Die
Konsumenten brauchen Sicherheit, dass sie nicht über den Tisch
gezogen werden, sagt die AK. Daher wird die AK die Preise weiterhin
regelmäßig kontrollieren. Auch die Konsumenten sollen weiter mit
helfen und dem AK-Preismelder (im Internet unter www.eurohotline.at
oder Gratis-Euro-Hotline 0800 801 801) erklärungsbedürftige
Preisänderungen oder Umrechnungsfehler bekannt geben. ****
"Euro-Hotline der AK - Guten Tag" - seit Mitte September haben rund
17.000 Konsumenten angerufen, die sich rund um die Euro-Umstellung
informierten, über Preiserhöhungen beschwerten und über falsche bzw
fehlende Preisauszeichnungen sowie falsche Umrechnungen klagten.
Verteuerungen
10 Tage nach der Einführung des Euro-Bargeldes haben sich die Anrufe
bei der Euro-Hotline der AK verdoppelt - pro Tag rufen etwa 250
Konsumenten an. Zur Zeit beklagen die Konsumenten Preissteigerungen,
Probleme bei Automaten, das Ablehnen von Schillingen in Trafiken,
Wirtshäusern, Bäckereien und anderen Geschäften sowie unrichtige
Rundungen.
Auch auf der Eurointernetsite der AK (www.eurohotline.at), sind die
Einträge stark angestiegen. Die Beschwerden gehen quer durch alle
Branchen - Restaurants, Pizzerien, gestiegene Preise bei Automaten,
in Diskotheken und bei Zigaretten.
Einige Geschäfte weigern sich, Schillingmünzen oder das Bezahlen in
Schilling anzunehmen. Die AK-Konsumentenschützer betonen: Konsumenten
können bis Ende Februar mit Schillingmünzen und -scheinen bezahlen.
Bis dahin ist der Schilling gesetzliches Zahlungsmittel neben dem
Euro.
Einige Beispiele von Konsumentenbeschwerden:
+ Manche Trafiken oder Bäckereien in Wien akzeptieren keine
Schilling-Münzen mehr.
+ Verteuerung bei Getränke- und Speiseautomaten um bis zu 24 Prozent.
+ Preisanhebungen in Drogeriemärkten zB eine kosmetische Behandlung
kostet nun um 25 Prozent mehr oder ein Lady Rasierer um 14 Prozent
mehr.
+ Preissteigerungen in der Gastronomie.
+ Ein Fastfood Restaurant schreibt keine Schilling-Preise mehr an.
+ Erhöhung von Parkgebühren.
Preissteigerungen durch verlängerte Gewährleistung nicht akzeptabel
Dass durch die Verlängerung der Gewährleistungsfrist von sechs
Monaten auf zwei Jahren es nun zu Preissteigerungen um zwei bis drei
Prozent kommen könnte, ist für die AK-Konsumentenschützer
unakzeptabel. Wenn überhaupt könnte so ein Preiseffekt erst in der
zweiten Jahreshälfte auftreten, da schon bisher die Gewährleistung
innerhalb von sechs Monaten galt.
Preisanstieg im März befürchtet
Die AK-Konsumentenschützer befürchten, dass es in den ersten
Märzwochen, wenn die doppelte Preisangabe wegfällt, viele Unternehmen
ihre Preise nach oben anpassen werden. Die AK wird auch weiterhin
ihre regelmäßigen Preiserhebungen durchführen.
Hilfe für Konsumenten
Bei Fragen rund um den Euro oder Unregelmäßigkeiten bei der
Euro-Umrechnung oder bei der Doppelpreis-Angabe können Verbraucher
bis Ende März bei der Gratis-Euro-Hotline der AK unter 0800 801 801
von Montag bis Samstag von 7 bis 20 Uhr anrufen oder sich im Internet
unter www.eurohotline.at informieren.
Für Konsumenten gibt es eine Euro-Broschüre, die über die
Euro-Gratishotline 0800 801 801 erhältlich ist.
Rückfragehinweis: AK Wien Presse
Doris Strecker
Tel. (01) 501 65 2677
email: [email protected]
http://www.akwien.at
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