• 08.01.2002, 09:30:53
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ÖAMTC: Sanierung des Felbertauerntunnels geht in entscheidende Phase=

Trotz 30-minütiger Wartezeit zahlt sich Ausweichen nicht aus

Wien (ÖAMTC-Presse) - Ab heute, Dienstag, gehen die unmittelbar
nach dem ÖAMTC-Tunneltest 1999 angelaufenen Sanierungsarbeiten im
Felbertauerntunnel in eine entscheidende Phase. Durch die
Umbauarbeiten, die bis 3. Mai dauern sollen, kommt es zu einer
wechselweisen Blockabfertigung für den einspurigen Verkehr im Tunnel
und damit zu Wartezeiten von bis zu 30 Minuten. "Es zahlt sich aber
trotzdem nicht aus, eine andere Route zwischen Mittersill im
Salzachtal und Lienz in Osttirol zu wählen", rät ÖAMTC-Tunnelexperte
Willy Matzke.

Der private Mauttunnel unter dem Felbertauern ist seit 1967 in
Betrieb. Der 5,3 Kilometer lange Tunnel mit Gegenverkehr ist einer
der ältesten Alpentunnel. Er wird keine zweite Tunnelröhre erhalten,
weil auf dieser rein innerösterreichischen Alpenquerung keine
dramatische Verkehrszunahme, wie etwa auf der Tauernroute zu erwarten
ist. Der ÖAMTC-Tunnelexperte ist aber mit der totalen Erneuerung der
Sicherheitseinrichtungen zufrieden. Es wird nicht nur die Lüftung und
Elektronik auf den neuesten Stand gebracht, sondern auch eine
Fluchtmöglichkeit über einen Abluftschacht in der Tunneldecke
geschaffen. Daher ist es notwendig, 24 neue Stiegenhäuser in den Fels
zu sprengen. Die bisherigen Fluchtwege alle 1350 Meter waren dem
ÖAMTC beim Tunneltest 1999 zu wenig, künftig wird man bei den neuen
Notrufnischen alle 230 Meter einen beleuchteten Fluchtweg vorfinden.

Obwohl es im Felbertauerntunnel bisher noch keinen
lebensgefährlichen Brand gegeben hat und außerdem ein Löschfahrzeug
direkt am Tunnelportal stationiert ist, investiert die private
Felbertauernstraßen AG bis zum Jahr 2006 rund 14 Millionen Euro in
die Tunnelsicherheit.

Bis zum Einsetzen des Sommerreiseverkehrs 2002 werden außerdem
noch der Gleinalmtunnel in der Steiermark und der Pfändertunnel in
Vorarlberg sicherheitstechnisch saniert. "Einen befahrbaren
Fluchtstollen wie am Bosrucktunnel wird es aber dort nicht geben,
weil, wie bei Tauern- und Katschbergtunnel, die zweiten Tunnelröhren
wegen der hohen Verkehrsfrequenz unbedingt gebaut werden müssen",
führt Matzke aus.

Der Pfändertunnel bleibt bis 1. Juli in der Zeit von 20 Uhr bis 7
Uhr für den Verkehr gesperrt. Ausweichmöglichkeit in dieser Zeit
besteht über das Stadtgebiet von Bregenz. Zu Ostern zwischen dem 29.
März und 1. April wird sowohl der Felbertauerntunnel als auch der
Pfändertunnel ganztägig für den Osterreiseverkehr ohne Behinderungen
befahrbar sein.

(Schluss)
ÖAMTC-Pressestelle/Sabine Fichtinger

Rückfragehinweis: ÖAMTC Pressestelle

Tel.: (01) 711 99-1218

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