Rotblau: das Häupl'sche Gegenmodell zu Schwarzblau?

Wien (OTS) - Wenn der Purkersdorfer Bürgermeister Karl Schlögl (SPÖ) erneut eine Annäherung seiner Partei an die FPÖ vorschlägt, ist dies als unbedeutender Versuch eines Provinzpolitikers zu werten, an seine verflossenen Zeiten als Innenminister anzuknüpfen. Bereits damals galt er als Haiders bester Mann in der Regierung.

Die Aussagen des Wiener Bürgermeisters Michael Häupl im Format 2/02, der sich die FPÖ als 'wirklich liberale Partei wie etwa die FDP' und mit einer solchen eine Koalition vorstellen kann, sind für Waltraud Stiefsohn, Vorsitzende der KPÖ Wien, jedoch ein politischer Skandal. "Wohin müßte sich eine Partei, die laut Häupl 'zwischen Rechtspopulismus und Neoliberalismus schwankt' entwickeln, damit dann 'der Sozialbereich an sich ein Thema wäre, wo sich SPÖ und FPÖ finden könnten'?" fragt sich Stiefsohn besorgt um die politische Zukunft des Landes. Die FPÖ von Riess-Passer, Grasser und Prinzhorn sei auch jenseits von Haider ein reaktionäres Projekt. Sich mit dieser Partei eine Zusammenarbeit vorstellen zu können bedeute, weder zur sozialpolitischen noch zur ideologischen Grenzziehung in der Lage zu sein, so die Vorsitzende der KPÖ Wien. "Ein für Demokratie und soziale Entwicklung beängstigendes Armutszeichen der SPÖ", das sich bereits in der mangelnden Opposition der Wiener Stadtregierung gegen die verheerende Politik der Bundesregierung angekündigt habe. "Stellt sich Häupl so das vielzitierte Gegenmodell zu Schwarzblau vor?"

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