LHStv. Onodi: Mehr Mittel für Arbeitsmarktförderung und Jugendbeschäftigung

Dramatische Zahlen bei Jugendarbeitslosigkeit erfordert Sofortmaßnahmen

St. Pölten, (SPI) - "Wenn mit Jahrebeginn 2002 in NÖ 48.241 Menschen ohne Beschäftigung gemeldet sind, dann kann die Politik nicht einfach zur Tagesordnung übergehen. Der Anstieg von 30,7 Prozent gegenüber dem Vorjahr ist sicher zum Teil konjunkturbedingt, aber nicht allein damit erklärbar, zumal andere Bundesländer weitaus günstigere Zahlen aufweisen. Besonders der Anstieg der Jugendarbeitslosigkeit ist besorgniserregend. Wenn bei den 19- bis 25-järigen ein Anstieg von 43 Prozent gegenüber dem letzten Dezember verzeichnet werden muss, dann darf dies nicht als kurzfristige Momentaufnahme abgetan werden. Hier geht es junge Menschen, deren verzögerter, ja vielleicht um Monate und Jahre später stattfindender Start ins Berufsleben ihren ganzen weiteren Lebensweg entscheidend prägen kann. Es kann schwer werden, einen derartigen Startnachteil später wieder aufzuholen", so Niederösterreichs SP-Landesparteivorsitzende LHStv. Heidemaria Onodi.****

Was wir brauchen ist ein Wiederaufleben des Nationalen Beschäftigungsplans mit all seinen speziellen Angeboten für die jeweiligen Altersgruppen. Das von dieser Bundesregierung beschlossene Auslaufen der Lehrlingsstiftungen und AMS-Unterstützungen war jedenfalls kontraproduktiv und wird besonders im Jahr 2002 dramatische Auswirkungen zeigen. Wir brauchen auf Bundesebene neue Initiativen für Arbeitsstiftungen speziell für Lehrlinge und Jugendliche. "Was wir ebenso brauchen sind wirklich ernstzunehmende Maßnahmen zur Ankurbelung der Konjunktur, keine Alibiaktionen, wie sie die Bundesregierung im Rahmen des vergangenen Konjunkturgipfels lanciert hat. Die Maßnahmen sind halbherzig, zu spät und vor allem zu wenig. Österreich braucht neben der Vorfinanzierung von Bundesbauprojekten im Verkehrsbereich sowie im Bereich von Bundesdienststellen und öffentlichen Einrichtungen, wie Spitäler und Schulen, auch eine Entlastung der Konsumenten und Steuerzahler, die unter der höchsten Steuer- und Abgabenquote der Zweiten Republik leiden. Ohne eine spürbare Ankurbelung des privaten Konsums wird eine Belebung der Konjunktur nicht machbar sein", so Onodi.
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