GBI verkauft ATB-Gruppe an Bieterkonsortium um Mirko Kovats

Langfristige Stärkung der ATB-Gruppe - Österreichische Lösung - Marktführerschaft in Europa angestrebt - Neuer Eigentümer gibt starkes Commitment zu Standort Spielberg ab

Wien (OTS) - Die GBI, Gesellschaft des Bundes für industriepolitische Maßnahmen, hat die von ihr gehaltenen Anteile an der ATB-Gruppe bestehend aus der ATB Austria Antriebstechnik AG, Spielberg/Österreich und an der ATB Antriebstechnik AG, Welzheim/Deutschland an ein Bieterkonsortium veräußert, das vom Österreichischen Industriellen Mirko Kovats angeführt wird.

Gerhard Roiss, Vorsitzender des Aufsichtsrates der GBI, erklärt dazu: "Die GBI hat bei der ATB-Transaktion nicht nur dafür gesorgt, dass Standort, Know How und Arbeitsplätze erhalten bleiben, sondern erreicht, dass der neue Eigentümer zur Entwicklung und Stärkung der ATB-Gruppe beitragen wird."

Die ATB-Gruppe hat im Geschäftsjahr 1999/2000 einen konsolidierten Umsatz von rd. 142 Mio Euro (= rd. 2 Mrd ATS) erzielt. Sie beschäftigt rund 1.200 Mitarbeiter, knapp 700 davon in Österreich. ATB hat sich auf die Entwicklung und Produktion von Elektromotoren spezialisiert, insbesondere in den Bereichen "kundenspezifische Industriemotoren" und Gerätemotoren "Haus & Garten".Der wichtigste Markt der Gruppe ist Deutschland, gefolgt von Österreich und anderen europäischen Ländern. Im Bereich der kundenspezifischen Industriemotoren ist die ATB unter den Top 3 am deutschen Markt. Die beiden Gesellschaften der ATB-Gruppe sind börsenotiert. Die GBI hielt an der ATB Welzheim 94,5 Prozent, diese besitzt 56,28 Prozent an der ATB Spielberg. Weitere 13,73 Prozent an der ATB Spielberg wurden von der GBI direkt gehalten.

Die GBI, Anteilseignerin der ATB-Gruppe seit 1997, hatte Anfang des Jahres den Beschluss gefasst, die von ihr gehaltenen Anteile an ATB an einen industriellen Investor abzugeben. Dieser sollte nach Möglichkeit nicht nur Standorte und Arbeitsplätze erhalten, sondern Managementkapazitäten, expansive Konzepte sowie andere Synergieeffekte mitbringen. Nach einem sorgfältigen Auswahlverfahren konnte unter Einhaltung des ursprünglichen Zeitplans Mirko Kovats unter drei finalen Bietern ausgewählt und die Übernahme der Anteile ausverhandelt werden.

Mirko Kovats ist ein österreichischer Industrieller, der seit seiner Beteiligung an EMCO Maier, Hallein im Jahr 1997 gezielt eine Gruppe von Werkzeugmaschinen-Herstellern formiert hat. Diese Gruppe mit Standorten in Österreich, Deutschland und Tschechien hat jetzt mit rd 120 Mio Euro Umsatz und 1.200 Beschäftigten eine ähnliche Größenordnung wie ATB. Die jetzige Dimension der Gruppe entstand durch erhebliches Wachstum seit der Übernahme der einzelnen Standorte durch Mirko Kovats.

Mirko Kovats über seine Motive, die ATB-Gruppe zu übernehmen: "Die ATB verfügt über eine starke Marktposition und gute Produkte. Außerdem sehen wir in der ATB erhebliches Potential. Wir wollen die ATB im Bereich kundenspezifische Industriemotoren zum Marktführer in Europa machen." Die ATB-Gruppe ist als Motorenhersteller auch Lieferant für den Werkzeugmaschinenbau. Das Know how eines Maschinenbauers ist für die weitere Entwicklung eines Motorenentwicklers - insbesondere in den Bereichen Elektronik und Steuerung - von besonderer Bedeutung. Über die Kombination der Fähigkeiten soll die ATB zum Systemlieferanten entwickelt werden. Über Kooperationen und Beteiligungen soll sich die ATB-Gruppe weiter entwickeln.

Der neue Eigentümer hat sich im Kaufvertrag zur Absicherung von Standort und Arbeitsplätzen verpflichtet. Über den Kaufpreis wird in beiderseitigem Einvernehmen Stillschweigen bewahrt. In Befolgung der Übernahmegesetze wird es in Deutschland und Österreich Übernahmeangebote an die übrigen Aktionäre der ATB-Gruppengesellschaften geben. Seit Bekanntwerden der Verkaufsabsicht der GBI hat sich der Kurs der ATB Spielberg (notiert in Wien) von 3.50 Euro je Aktie auf rund 6.00 Euro, der Kurs der ATB Welzheim seit dem Übernahmeangebot der GBI im Sommer 1999 von 15.60 Euro je Aktie auf rund 26.00 Euro erhöht.

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