- 22.12.2001, 09:30:05
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Schabl: Arbeitslosigkeit: Bezirk Baden zählt zu den absoluten Problemregionen
Sperre von Semperit Traiskirchen würde Situation drastisch verschlimmern
St. Pölten, (SPI) - Die Situation am Arbeitsmarkt verschärft sich
zunehmend. Die jüngsten Arbeitsmarktdaten des Arbeitsmarktservice
(AMS) bestätigen diese Entwicklung. Mit Ende November waren im Bezirk
Baden insgesamt 3.876 Personen als arbeitslos gemeldet. "Unser Bezirk
weist damit die dritthöchste Arbeitslosenrate in ganz
Niederösterreich auf. Nachdem der Reifenhersteller Continental die
Schließung des Reifenwerkes Semperit Traiskirchen angekündigt hat,
läuft der Bezirk Baden nun Gefahr, jene Region mit der höchsten
Arbeitslosenquote Österreichs zu werden. Sofern nicht doch noch eine
Lösung für den Weiterbestand des Werkes Semperit Traiskirchen
gefunden wird, werden 1.300 Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen ohne
Arbeit dastehen. Hinzu kommt noch, dass derzeit rund 300
Zulieferbetriebe mit fast 1.400 Mitarbeiter von Aufträgen des
Traiskirchner Reifenwerkes profitieren. Ohne Semperit Traiskirchen
wären auch die Arbeitsplätze von zumindest 500 Mitarbeitern dieser
Zulieferbetriebe akut gefährdet. Anders gesagt, sehen sich 2000
Familien mit Existenzsorgen konfrontiert", kommentiert der Zweite
Präsident des NÖ Landtages LAbg. Emil Schabl die aktuelle
Arbeitslosenstatistik des AMS-NÖ.****
Die Sperre des Semperit-Werkes hätte nicht nur auf die
Arbeitsmarktsituation von Traiskirchen sondern auf jene des gesamten
Industrieviertels drastische Auswirkungen. FPÖ und ÖVP haben die
Semperit Traiskirchen anscheinend schon aufgegeben. Bundeskanzler
Schüssel hat bis dato keinen ernsthaften Versuch unternommen, damit
das Reifenwerk gerettet und die dadurch verbundenen Arbeitsplätze
abgesichert werden können. FP-Sozialminister Haupt überlegt indessen
schon, wie er die Betriebskrankenkasse des Semperitwerkes in die NÖ
Gebietskrankenkasse einfließen lassen kann. Diese
Betriebskrankenkasse steht mit mehr als 600 Millionen Rücklagen sehr
gut da, wodurch die Mitarbeiter von Semperit durch eine Eingliederung
ihrer Betriebskasse in die Gebietskrankenkasse Einbußen befürchten.
"Die Bundesregierung darf nicht noch länger untätig bleiben und
zuschauen. Es ist um den Erhalt jedes einzelnen Arbeitsplatzes zu
kämpfen", betont Schabl.
(Schluss) as
Rückfragehinweis: Landtagsklub der SPÖ NÖ
Tel: 02742/9005 DW 12794
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