- 18.12.2001, 16:46:50
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Österreichisches Bundesinstitut für Gesundheitswesen (ÖBIG) - ÖBIG untersucht Sparmaßnahmen bei Medikamenten
Wien (OTS) - Strategien zur Kostendämpfung wirken nur kurzfristig.
In seiner neuesten Publikation dokumentiert das Österreichische
Bundesinstitut für Gesundheitswesen (ÖBIG) Maßnahmen, die in den
fünfzehn EU-Ländern im Laufe der letzten elf Jahre gesetzt wurden, um
die galoppierenden Arzneimittelausgaben einzubremsen. Die Dynamik der
steigenden Arzneimittelausgaben konnte aber immer nur ein bis zwei
Jahre lang gedämpft werden. Danach mussten dem Arzneimittelbereich
erneut Kuren verordnet werden.
EU-Länder reagieren auf Ausgabensteigerungen
Als bewährte Sparrezepte dienten Preisstopps und -senkungen bei
den Herstellern, Kürzungen der Spannen bei Großhandel und Apotheken
sowie Zuzahlungen für die Patienten. Die Förderung von Generika, die
Kontrolle des Verordnungsverhaltens der Ärzte und die Evaluierung von
neuen und teuren Medikamenten sind eher jüngere Strategien.
Auch Österreich muss sparen
Die höchsten Ausgaben für Arzneimittel pro Kopf weisen Belgien,
Deutschland, Frankreich und Österreich auf. In Österreich wurden
allein in der zweiten Hälfte der 90er Jahre drei Sparpakete bei
Medikamenten geschnürt - mit Preissenkungen sowie Spannenkürzungen
beim Großhandel und bei den Apotheken. Die Rezeptgebühr wurde zwei
Mal deutlich erhöht. Mit diesen Bündeln an Maßnahmen konnten die
Zuwächse bei den Medikamentenausgaben der Krankenkassen zeitweilig
eingedämmt werden.
Kostendämpfung zu Lasten der Patienten
Den Preis für die - kurzfristigen - "Erfolge" mussten in ganz
Europa die Patienten zahlen. Auf sie wurden mittels höherer
Zuzahlungen und/oder mehr Selbstmedikation die Ausgaben für
Medikamente abgewälzt.
Bestellungen:
Österreichisches Bundesinstitut für Gesundheitswesen (ÖBIG),
Frau Gertraud Misar
Tel.: (01) 51561/152, Fax: (01) 513 84 72, e-mail: [email protected]
Studie "Benchmarking Arzneimittelausgaben. Strategien zur
Kostendämpfung in der Europäischen Union", 97 Seiten, Kostenersatz:
ATS 894,40 / Euro 65,-
Publikation "Arzneimittelausgaben. Strategien zur Kostendämpfung
in der Europäischen Union", ein umfassendes Nachschlagewerk mit 15
detaillierten Länderportraits, 474 Seiten, Preis: ATS 4.816,10,- /
350,-
Rückfragehinweis: Österreichisches Bundesinstitut für
Gesundheitswesen (ÖBIG)
Mag. Ingrid Rosian, Dr. Sabine Vogler
Tel.: +43- (0)1- 51561/159 bzw. 147,
Fax: +43- (0)1- 513 84 72
e-mail: mailto:[email protected] bzw.
mailto:[email protected]
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