- 15.12.2001, 08:00:15
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"profil": Taus an Bösendorfer interessiert
Bawag will den Kauf finanzieren
Wien (OTS) - Wie das Nachrichtenmagazin "profil" in seiner Montag
erscheinenden Ausgabe berichtet, ist Josef Taus als Käufer der
Klaviermanufaktur Bösendorfer im Gespräch. Das von der Bank für
Arbeit und Wirtschaft (Bawag) am Mittwoch vergangener Woche gelegte
Kaufangebot sehe vor, einen oder mehrere Fonds aus dem Umfeld des
Industriellen und Ex-VP-Parteiobmanns als Eigenkapitalgeber ins Boot
zu holen, heißt es in dem Bericht.
"Wir sind sehr interessiert", bestätigte Martin Waldhäusl, Vorstand
etlicher Taus-Fonds und Schwiegersohn des Industriellen. Das
Interesse von Taus an Bösendorfer begründet Waldhäusl mit "der hohen
Wertschöpfung der traditionellen Marke".
Ursprünglich war die Bawag Teil des UIAG-Konsortiums, das sich auf
die Bitte von Bundeskanzler Wolfgang Schüssel hin formiert hatte, um
eine österreichische Lösung zu gewährleisten. Der US-Mischkonzern
Kimball, Eigentümer von Bösendorfer, will das Unternehmen seit
geraumer Zeit loswerden und bevorzugt einen österreichischen Käufer.
Zwar gibt es auch einen US-Interessenten, den Gitarrenfabrikant
Gibson, und einen Interessenten aus Frankreich, den Pariser
Pianobauer Pleyel. Beide würden aber vermutlich - befürchten die
Bösendorfer-Mitarbeiter - die Produktion in Wiener Neustadt
schließen.
Nach dem Ausscheren der Bawag aus dem Konsortium zog die UIAG ihre
Konsequenzen und stieg Ende vergangener Woche aus dem Rennen aus.
"Die Aufgabe, eine österreichische Lösung zu finden, hat sich damit
erledigt", begründet UIAG-Chef Kurt Stiassny den Rückzug.
Rückfragehinweis: "profil"-Redaktion
Tel.: (01) 534 70 DW 2501 und 2502
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