"profil": Taus an Bösendorfer interessiert

Bawag will den Kauf finanzieren

Wien (OTS) - Wie das Nachrichtenmagazin "profil" in seiner Montag erscheinenden Ausgabe berichtet, ist Josef Taus als Käufer der Klaviermanufaktur Bösendorfer im Gespräch. Das von der Bank für Arbeit und Wirtschaft (Bawag) am Mittwoch vergangener Woche gelegte Kaufangebot sehe vor, einen oder mehrere Fonds aus dem Umfeld des Industriellen und Ex-VP-Parteiobmanns als Eigenkapitalgeber ins Boot zu holen, heißt es in dem Bericht.

"Wir sind sehr interessiert", bestätigte Martin Waldhäusl, Vorstand etlicher Taus-Fonds und Schwiegersohn des Industriellen. Das Interesse von Taus an Bösendorfer begründet Waldhäusl mit "der hohen Wertschöpfung der traditionellen Marke".

Ursprünglich war die Bawag Teil des UIAG-Konsortiums, das sich auf die Bitte von Bundeskanzler Wolfgang Schüssel hin formiert hatte, um eine österreichische Lösung zu gewährleisten. Der US-Mischkonzern Kimball, Eigentümer von Bösendorfer, will das Unternehmen seit geraumer Zeit loswerden und bevorzugt einen österreichischen Käufer. Zwar gibt es auch einen US-Interessenten, den Gitarrenfabrikant Gibson, und einen Interessenten aus Frankreich, den Pariser Pianobauer Pleyel. Beide würden aber vermutlich - befürchten die Bösendorfer-Mitarbeiter - die Produktion in Wiener Neustadt schließen.

Nach dem Ausscheren der Bawag aus dem Konsortium zog die UIAG ihre Konsequenzen und stieg Ende vergangener Woche aus dem Rennen aus. "Die Aufgabe, eine österreichische Lösung zu finden, hat sich damit erledigt", begründet UIAG-Chef Kurt Stiassny den Rückzug.

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"profil"-Redaktion

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