- 12.12.2001, 11:58:41
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Niederwieser kritisiert Aussage Gianfranco Finis: An Autonomiestatut Südtirols darf nicht gerüttelt werden
Wien (SK) Heftige Kritik an der jüngsten Aussage des
stellvertretenden italienischen Ministerpräsidenten Gianfranco Fini
(Alleanza Nazionale) zum Autonomiestatut Südtirols übt der Tiroler
SPÖ-Abgeordnete und Südtirolsprecher Erwin Niederwieser. Am Mittwoch
gegenüber dem Pressedienst. "Fini wird in Zeitungsmeldungen zitiert,
dass für ihn ohne weiteres vorstellbar sei, das Autonomiestatut für
Südtirol zugunsten der italienischen Bevölkerungsgruppe abzuändern",
so Niederwieser. In einer Parlamentarischen Anfrage an
Außenministerin Ferrero-Waldner forderte Niederwieser eine konkrete
Stellungnahme zu dieser "besorgniserregenden Äußerung Finis".
Nach den italienischen Wahlen habe Regionenminister Sen. La Loggia
ausdrücklich betont, dass die Regierung das Autonomiestatut ohne
Einvernehmen mit den politischen Vertretern Südtirols nicht ändern
werde. Die jetzige Aussage Finis habe keinerlei aktuellen Bezug,
"außer vielleicht den Umstand, dass die Vertreter der Südtiroler
Volkspartei schon vor den italienischen Wahlen hervorgehoben haben,
wie positiv sich die Autonomie für Südtirol und das Zusammenleben der
verschiedenen Volksgruppen unter der Mitte-Links-Regierung entwickelt
hat", mutmaßte der SPÖ-Südtirolsprecher.
Es sei Aufgabe Ferrero-Waldners, sich für die Beibehaltung des
Autonomiestatuts einzusetzen, denn "wenn man sich die Geschichte
Südtirols im vergangenen Jahrhundert in Erinnerung ruft, gibt die
Aussage Finis Anlass zur Sorge", betont Niederwieser abschließend.
(Schluss) nf/mm
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