Niederwieser kritisiert Aussage Gianfranco Finis: An Autonomiestatut Südtirols darf nicht gerüttelt werden

Wien (SK) Heftige Kritik an der jüngsten Aussage des stellvertretenden italienischen Ministerpräsidenten Gianfranco Fini (Alleanza Nazionale) zum Autonomiestatut Südtirols übt der Tiroler SPÖ-Abgeordnete und Südtirolsprecher Erwin Niederwieser. Am Mittwoch gegenüber dem Pressedienst. "Fini wird in Zeitungsmeldungen zitiert, dass für ihn ohne weiteres vorstellbar sei, das Autonomiestatut für Südtirol zugunsten der italienischen Bevölkerungsgruppe abzuändern", so Niederwieser. In einer Parlamentarischen Anfrage an Außenministerin Ferrero-Waldner forderte Niederwieser eine konkrete Stellungnahme zu dieser "besorgniserregenden Äußerung Finis".

Nach den italienischen Wahlen habe Regionenminister Sen. La Loggia ausdrücklich betont, dass die Regierung das Autonomiestatut ohne Einvernehmen mit den politischen Vertretern Südtirols nicht ändern werde. Die jetzige Aussage Finis habe keinerlei aktuellen Bezug, "außer vielleicht den Umstand, dass die Vertreter der Südtiroler Volkspartei schon vor den italienischen Wahlen hervorgehoben haben, wie positiv sich die Autonomie für Südtirol und das Zusammenleben der verschiedenen Volksgruppen unter der Mitte-Links-Regierung entwickelt hat", mutmaßte der SPÖ-Südtirolsprecher.

Es sei Aufgabe Ferrero-Waldners, sich für die Beibehaltung des Autonomiestatuts einzusetzen, denn "wenn man sich die Geschichte Südtirols im vergangenen Jahrhundert in Erinnerung ruft, gibt die Aussage Finis Anlass zur Sorge", betont Niederwieser abschließend. (Schluss) nf/mm

Rückfragen & Kontakt:

Tel.: (01) 53427-275
http://www.spoe.at

Pressedienst der SPÖ

OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | SPK/SPK