Österreichisches Hebammengremium distanziert sich von Vorwürfen

Hebammen haben keinerlei kommerzielle Orientierung!

Wien (OTS) - Die Abnahme von Stammzellen sei eine Dienstleistung
von in Krankenhäusern angestellten Hebammen, für Frauen, die sich bereits während der Schwangerschaft dafür entschieden haben, Blut zur Gewinung von Stammzellen aus der Nabelschnur abnehmen zu lassen, erklärte Renate Großbichler, Präsidentin des Österreichischen Hebammengremiums zu der laufenden Diskussion um Nabelschnurblutstammzellen. Das Hebammengremium als gesetzlich verankerte Standesvertretung der Hebammen distanziert sich klar von den Vorwürfen, wie sie am Montag, dem 10. Dezember 2001, im Wochenmagazin Profil und in der Tageszeitung Standard bezüglich Stammzellenentnahme erhoben wurde.

"Hebammen sind auch nicht kommerziell orientiert, sondern fordern klare wissenschaftliche Grundlagen für das Konvolut an Angeboten, die den Frauen während der Schwangerschaft offeriert werden. Denn es geht alleinig um die Schwangere und das Baby", stellt Großbichl klar. Hebammen würden daher auch nicht die Stammzellenentnahme empfehlen, sondern vertrauen auch darauf, dass die betroffenen und interessierten Frauen bereits davor konkret und ehrlich informiert worden sind.

Die Information über die Sinnhaftigkeit und die wissenschaftliche Wahrscheinlichkeit des Nutzens erfolge durch die Firma, welche die Konservierung der Stammzellen anbieten würde. Die geburtshilfliche Abteilung des Krankenhauses entscheidet global, ob die Abnahme des Nabelschnurblutes an der Abteilung erfolgt. Hebammen involvieren sich nicht in den Streit zwischen Gynäkologen und Hämatologen, sondern stellen vielmehr die fachliche, menschliche Begleitung von Schwangeren dar.

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Renate Großbichler
Präsidentin des Österreichischen Hebammengremium
Tel + Fax: (01) 597 14 04
oehg@hebammen.at

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