Kunst: Ehren- und Fördergaben des Landes vergeben BILD

LH Sausgruber überreichte Auszeichnungen - LR Bischof: Kunst und Kultur haben hohen Stellenwert

Bregenz (VLK) - Landeshauptmann Herbert Sausgruber
überreichte heute, Montag, im Montfortsaal des Landhauses in Bregenz, die Ehren- und Fördergaben des Landes Vorarlberg für Kunst 2001. Die Ausgezeichneten sind: Hasso Gehrmann
(Bregenz), Helmut Sonderegger (Göfis), Petra Nachbaur
(Innsbruck) und Hans Weingartner (Feldkirch). ****

In seiner Laudatio betonte Kultur-Landesrat Hans-Peter
Bischof, dass Kunst und Kultur für die Vorarlberger Politik
einen hohen Stellenwert haben. Bischof: "Die positive
Entwicklung von Kunst und Kultur in unserem Landes hat sich
auf vielen Ebenen abgespielt. Diese Vielfalt zeigt sich bei
der Vergabe der heurigen Ehren- und Fördergaben." Wie der Kultur-Landesrat weiter feststellte, bietet die Verleihung
der Ehren- und Fördergaben einen willkommenen Anlass, einen
Blick auf die aktuelle Situation der Vorarlberger Kulturszene
zu werfen. Bischof: "Wir freuen uns darüber und sind auch
stolz, dass es in unserem Land so viele förderungswürdige Kulturschaffende gibt, ihnen verdanken wir auch den hohen künstlerischen Standard und das kulturelle Niveau, das unser
Land derzeit auszeichnet.

"Um gerade der jungen Kulturszene über unsere Grenzen
hinaus möglichst gute Entwicklungsbedingungen anbieten zu
können, sind wir gefordert, entsprechende Voraussetzungen zu schaffen", so Bischof. Stellvertretend für viele andere kulturpolitische Maßnahmen nannte Bischof ein konkretes
Beispiel: "Für das kommende Jahr haben wir die
Auseinandersetzung heimischer Kunst- und Kulturschaffender
mit internationalen Standards in den Vordergrund der kulturpolitischen Schwerpunkte gestellt. Wir glauben, dass
die persönliche Reflexion und Orientierung direkt im künstlerischen Wirkungsfeld einer Metropole für die Künstler unseres Landes eine ganz wesentliche Standortbestimmung für
die eigene Arbeit darstellen können. Ein Teil des operativen Budgets für das Jahr 2002 ist deshalb für die Realisierung
eines solchen internationalen Austausches in allen
Kunstsparten vorgesehen."

Ehrengaben des Landes Vorarlberg für Kunst

Hasso Gehrmann gehört mit seiner Frau Signe zu den
bekanntesten Künstlerpersönlichkeiten in Vorarlberg, und er
kann auf ein immenses künstlerischen Werk zurück blicken. Gemeinsam demonstrieren Signe und Hasso Gehrmann die Einheit
von Kunst, Design und Leben. Hasso Gehrmann studierte Kunstgeschichte und Philosophie in Heidelberg sowie Bildende
Kunst an der Akademie Mannheim und der Fachhochschule
Darmstadt. Malerei, Design, Kunsttheorie, Theoretisches
Design, Kunst und Kultur gehören zu seinem Leben. Schon in
frühen Jahren war Gehrmann ein angesehener Designer bei AEG
mit vielfach ausgezeichneten Produkten. 1961 kam er als Chef-Designer von Elektra Bregenz nach Bregenz. Die von ihm
entwickelte "Elektra-Technovision" erregte als "erste vollautomatische Küche der Welt" großes Aufsehen. Das künstlerische Werk Hasso Gehrmanns war in vielen
Ausstellungen zu sehen.

Helmut Sonderegger wirkt als Musikpädagoge, Chorleiter,
Organist und Komponist. Nach Abschluss des Lehramtsstudiums
in Musikpädagogik und Geschichte nahm er die Lehrtätigkeit am Landeskonservatorium in Feldkirch auf, er unterrichtete aber
auch im BORG Feldkirch und an der Musikschule Walgau. 1983
schloss er das Kompositionsstudium ab, 1986 begann er ein weiterführendes Studium der Musikpädagogik, das er 1994 mit
der Promotion und einer empirischen Arbeit zum Instrumentalunterricht an Musikschulen abschloss. Die Spuren
von Helmut Sonderegger im Musikwesen unseres Landes sind unübersehbar, etwa Mitarbeit im Chorverband Vorarlberg, seine Initiative zu den Blattsingkursen "Singen nach Noten" oder
den Erhalt des Kompositionspreises 2000 der
Arbeitsgemeinschaft Europäischer Chorverbände für sein
Chorwerk "Intonation".

Fördergaben des Landes Vorarlberg für Kunst

Hans Weingartner, Kanuführer in Kanada, Schilehrer im
Montafon, Studium von Physik und Informatik mit dem
Schwerpunkt auf der Erforschung der neuronalen Netze mit dem Abschluss in der neurochirurgischen Abteilung der Universitätsklinik der Freien Universität Berlin, parallel
dazu die Ausbildung zum Kamera-Assistent und seit 1997 ein Postgraduierten-Studium im Fachbereich Film/Fernsehen an der Kunsthochschule für Medien in Köln - eine beeindruckende
Liste für einen jungen Mann wie Hans Weingartner. Im Jänner
dieses Jahres erhielt Weingartner den "Max-Ophüls-Preis
2001", den er für seinen Film "Das weiße Rauschen" erhalten
hat. Mit dieser Auszeichnung wird der ständig steigenden
Bedeutung des Themas Film in unserem Kulturgeschehen Rechnung getragen.

Petra Nachbaur gehört zu den großen literarischen Talenten Vorarlbergs, krankheitsbedingt konnte sie bei der heutigen Preisverleihung nicht anwesend sein. Nachbaur kann bereits
auf ein Stipendium der Österreichischen Akademie der
Wissenschaften und eine große Zahl an Veröffentlichungen, Aufsätzen und Herausgaben verweisen. Im heurigen Jahr hat sie
mit der Arbeit am Forschungsprojekt "Max Riccabona" im Brenner-Archiv begonnen.
(ug/dw/dig,nvl)

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