• 10.12.2001, 12:03:27
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Mehr Arbeitslose, weniger Beschäftigte

Arbeitsmarktservice NÖ kann dennoch Erfolge verbuchen

St.Pölten (NLK) - Im heurigen Jahr hat das AMS Niederösterreich
bisher 68.350 Arbeitslose wieder in Beschäftigung gebracht, um 900
mehr als im guten Arbeitsmarktjahr 2000. Das sei, so
AMS-Landesgeschäftsführer Werner Homrighausen, ein großer Erfolg, der
bei der derzeitigen schwierigen Arbeitsmarktlage - steigende
Arbeitslosenzahlen und sinkende Beschäftigung - umso schwerer wiege.
Für 2002 sieht es noch schlechter aus: die derzeitige
Arbeitslosenquote von 6,0 Prozent werde auf geschätzte 6,3 Prozent
ansteigen. Für Maßnahmen der aktiven Arbeitsmarktförderung stehen
2002 12,3 Milliarden Schilling (893.875 Euro) zur Verfügung.

Im heurigen Jahr waren bei den 23 Geschäftsstellen des AMSNÖ
durchschnittlich 33.500 Personen, 1612 mehr als im Vorjahr,
arbeitslos gemeldet, insgesamt 121.200, was ein Plus von 8,7 Prozent
ergibt. 17.303 Arbeitslose nahmen am Aus- und Weiterbildungsprogramm
des AMS teil, 14,1 Prozent mehr als 2000. Weiters konnten 14.600
ältere Arbeitslose und 1.450 Personen, die länger als ein Jahr ohne
Job waren, und 1.500 Frauen nach einem Kurs auf Vermittlung des AMS
wieder Arbeit finden.

Erstmals seit 1996 sinken die Beschäftigungszahlen in
Niederösterreich. 521.100 unselbständig Beschäftigte heuer bedeuten
um 0,1 Prozent Beschäftigte weniger als im Vorjahr.
"Beschäftigungsimpulse erwarten wir lediglich in den Bereichen
Wirtschaftsdienste, Handel, sowie Gesundheits- und Sozialwesen", so
Homrighausen.

Die arbeitsmarktpolitischen Ziele für 2002 formuliert er wie
folgt: Neben Personen, die ohne vermittlungsunterstützende Maßnahmen
nur schwer einen Job finden, sind auch Maßnahmen zur Bekämpfung des
strukturellen Mangels an Arbeitskräften im Mittelpunkt der
Aktivitäten im Jahr 2002 vorgesehen. Dazu soll es auch zu einer
Neuorganisation der 23 Geschäftsstellen kommen: Die Bereiche "Service
für Arbeitssuchende" und "Service Versicherungsleistungen" werden
zusammengelegt, so dass Arbeitssuchenden ein Komplettservice im Stile
eines "one stop shop" geboten wird. Bisher wurden schon zwölf
regionale Geschäftsstellen auf das neue Modell umgestellt. Im Bereich
der aktiven Arbeitsmarktförderung steht 2002 die Qualifizierung von
Arbeitssuchenden, aber auch von Beschäftigten im Vordergrund. Dazu
gibt es auch Mittel aus dem Europäischen Sozialfonds. Für 14.000
Kursplätze wurden 361,5 Millionen Schilling (26.271.229 Euro)
veranschlagt

Nähere Details sind unter 01/531 36-356 zu erfragen.

Rückfragehinweis: Niederösterreichische Landesregierung

Pressestelle
Tel.: 02742/9005-12174

OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NLK/NLK

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