ORF und Bundeskanzleramt vergaben "Staatspreis für Kinderlyrik 2001"

Wien (OTS) - Der "Österreichische Kinderlyrik-Staatspreis 2001" -er wird jedes zweite Jahr verliehen - wurde heuer an zwei Preisträger überreicht: Gerald Jatzek und Georg Bydlinski. Der mit öS 100.000,-dotierte Preis wird für das Gesamtwerk eines Autors in deutscher Sprache vom ORF gemeinsam mit dem Österreichischen Bundeskanzleramt, Sektion für Kunstangelegenheiten, vergeben - heuer zum fünften Mal. Kunststaatssekretär Franz Morak nahm zusammen mit Hörfunkintendant Dr. Manfred Jochum am 10. Dezember 2001 die Preisverleihung im RadioKulturhaus vor. Den Preis der Kinderjury erhielten Christine Nöstlinger für das Gedicht "Letzte Warnung" und Josefine Hirsch für das Gedicht "Die Muschel hat das Meer gefangen". Für den musikalischen Rahmen sorgte Adula Ibn Quadr.

In seiner Begrüßung betonte Hörfunkintendant Jochum die Wichtigkeit von Gedichten: "In der Hektik unserer Zeit findet man kaum noch die Ruhe, die auf oft wenige Zeilen komprimierten Gedanken, gleichsam geistig wieder erblühen zu lassen. Unser Engagement beim Österreichischen Staatspreis für Kinderlyrik beruht ja darauf, in einer immer hektischer werdenden Kinderweilt ‚Zeit für ein Gedicht‘ zu verlangen."

"Lyrik kann dem Verstehen neue Räume öffnen", meinte auch Laudatorin Renate Welsh, die beiden Preisträgern für ihre Arbeit Rosen streute. "Es freut mich ganz besonders, dass Georg Bydlinski und Gerald Jatzek mit dem Staatspreis für Kinderlyrik ausgezeichnet werden. Beide haben eine starke Beziehung zur Musik und tragen ihre Gedichte auch zur Gitarre vor, beide sind ausgezeichnete Übersetzer von Lyrik, beide haben einen ausgeprägten Sinn für Humor und Wortwitz", so Welsh.

Georg Bydlinski schreibt Gedichte für Kinder, die Gefühle und Stimmungen wiedergeben, aber auch die Verantwortung des einzelnen gegenüber den Mitmenschen und der Umwelt verdeutlichen. Gerald Jatzek verbindet in seiner engagierten Lyrik Sprachspiel und Wortwitz mit der Suche nach neuen Formen.

Die Überreichung der Urkunden an die Preisträger nahm Kunststaatssekretär Franz Morak vor und erklärte in seiner Rede: "Wir sind zwar immer mehr von Bildern und Bildmedien umgeben, trotzdem leben wir in einer Welt der Wörter. Erst mit unserer Sprache lernen wir zu denken, lernen wir die Welt begreifen, können wir unsere Erfahrungen mit anderen teilen, können uns verständigen. Der Österreichische Staatspreis für Kinderlyrik verfolgt seit der Gründung 1993 zwei Absichten: Zum einen soll mit ihm das Werk von bedeutenden Kinderlyrikern ausgezeichnet werden, zum anderen soll eine Öffentlichkeit erreicht werden, die über Kinderabteilungen der Buchhandlungen hinausgeht."

Die Kinderjury, bestehend aus den Schülerinnen und Schülern der Klasse 2b des Bundesgymnasiums Wien 13, Fichtnergasse, bot anschließend eine Präsentation dar, in der sie den Preisträgerinnen Christine Nöstlinger und Josefine Hirsch für ihre Werke dankte, zum Preis gratulierten und um viele weitere Werke aus deren Feder bat.(hb)

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