• 10.12.2001, 11:56:33
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ORF und Bundeskanzleramt vergaben "Staatspreis für Kinderlyrik 2001"=

Wien (OTS) - Der "Österreichische Kinderlyrik-Staatspreis 2001" -
er wird jedes zweite Jahr verliehen - wurde heuer an zwei Preisträger
überreicht: Gerald Jatzek und Georg Bydlinski. Der mit öS 100.000,-
dotierte Preis wird für das Gesamtwerk eines Autors in deutscher
Sprache vom ORF gemeinsam mit dem Österreichischen Bundeskanzleramt,
Sektion für Kunstangelegenheiten, vergeben - heuer zum fünften Mal.
Kunststaatssekretär Franz Morak nahm zusammen mit Hörfunkintendant
Dr. Manfred Jochum am 10. Dezember 2001 die Preisverleihung im
RadioKulturhaus vor. Den Preis der Kinderjury erhielten Christine
Nöstlinger für das Gedicht "Letzte Warnung" und Josefine Hirsch für
das Gedicht "Die Muschel hat das Meer gefangen". Für den
musikalischen Rahmen sorgte Adula Ibn Quadr.

In seiner Begrüßung betonte Hörfunkintendant Jochum die
Wichtigkeit von Gedichten: "In der Hektik unserer Zeit findet man
kaum noch die Ruhe, die auf oft wenige Zeilen komprimierten Gedanken,
gleichsam geistig wieder erblühen zu lassen. Unser Engagement beim
Österreichischen Staatspreis für Kinderlyrik beruht ja darauf, in
einer immer hektischer werdenden Kinderweilt ‚Zeit für ein Gedicht‘
zu verlangen."

"Lyrik kann dem Verstehen neue Räume öffnen", meinte auch
Laudatorin Renate Welsh, die beiden Preisträgern für ihre Arbeit
Rosen streute. "Es freut mich ganz besonders, dass Georg Bydlinski
und Gerald Jatzek mit dem Staatspreis für Kinderlyrik ausgezeichnet
werden. Beide haben eine starke Beziehung zur Musik und tragen ihre
Gedichte auch zur Gitarre vor, beide sind ausgezeichnete Übersetzer
von Lyrik, beide haben einen ausgeprägten Sinn für Humor und
Wortwitz", so Welsh.

Georg Bydlinski schreibt Gedichte für Kinder, die Gefühle und
Stimmungen wiedergeben, aber auch die Verantwortung des einzelnen
gegenüber den Mitmenschen und der Umwelt verdeutlichen. Gerald Jatzek
verbindet in seiner engagierten Lyrik Sprachspiel und Wortwitz mit
der Suche nach neuen Formen.

Die Überreichung der Urkunden an die Preisträger nahm
Kunststaatssekretär Franz Morak vor und erklärte in seiner Rede: "Wir
sind zwar immer mehr von Bildern und Bildmedien umgeben, trotzdem
leben wir in einer Welt der Wörter. Erst mit unserer Sprache lernen
wir zu denken, lernen wir die Welt begreifen, können wir unsere
Erfahrungen mit anderen teilen, können uns verständigen. Der
Österreichische Staatspreis für Kinderlyrik verfolgt seit der
Gründung 1993 zwei Absichten: Zum einen soll mit ihm das Werk von
bedeutenden Kinderlyrikern ausgezeichnet werden, zum anderen soll
eine Öffentlichkeit erreicht werden, die über Kinderabteilungen der
Buchhandlungen hinausgeht."

Die Kinderjury, bestehend aus den Schülerinnen und Schülern der
Klasse 2b des Bundesgymnasiums Wien 13, Fichtnergasse, bot
anschließend eine Präsentation dar, in der sie den Preisträgerinnen
Christine Nöstlinger und Josefine Hirsch für ihre Werke dankte, zum
Preis gratulierten und um viele weitere Werke aus deren Feder
bat.(hb)

Rückfragehinweis: ORF Radio Öffentlichkeitsarbeit

Tel.: 01/501 01/18175

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