FP-Rambossek fordert EU-Gütesiegel!

Sonst wird sich das "Semperit-Debakel" noch sehr oft wiederholen!

St. Pölten (OTS) - Ein EU-Gütesiegel für Produkte, die in Ländern der Europäischen Union hergestellt werden, regte heute der freiheitliche Wirtschaftssprecher im NÖ Landtag, LAbg. Dkfm. Edwin Rambossek, an. "Die Konsumenten dürfen nicht länger an der Nase herumgeführt werden, sie sollen künftig über den Kauf eines Qualitätsprodukts oder einer Billigware leichter entscheiden können!", so der FP-Politiker. Mittelfristig würde eine derartige Maßnahme auch zu einer stärkeren Absicherung von Betrieben im EU-Raum führen. "Sonst wird sich das Semperit-Debakel noch sehr oft wiederholen!" ****

Das Semperit-Werk in Traiskirchen sei nach den Standorten in Irland und Belgien die letzte wesdteuropäische "Conti-Tochter", die nun den östlichen Billiglohnländern zum Opfer falle, stellte der freiheitliche Wirtschaftssprecher fest. Für ihn, Rambossek, sei dies ein weiterer Beweis dafür, daß eine EU-Osterweiterung nicht aus "humanitären" Gründen, sondern aus reiner "Profit-Gier" der Wirtschaftslobbys betrieben werde. Rambossek: "Semperit ist nur das erste von vielen Wirtschaftsdebakeln, die uns noch bevorstehen, Niederösterreich ist aufgrund seiner Ostnähe das am meisten gefährdete Bundesland!"

Während seit Jahren Conti-Werke in der Tschechei, Slowakei und Rumänien vom deutschen Mutterkonzern aus Kostengründen "gepusht" würden, wäre der österreichische Standort "scheibchenweise ausgehungert" worden, kritisiert der freiheitliche Politiker. Rambossek bezeichnete die "Auslagerungs-Taktik" von Firmen in Billiglohnländer als wirtschaftspolitisch "extrem kurzsichtig": "Denn wenn die Arbeitslosenzahlen steigen, sinkt im gleichen Maß die Kaufkraft!", schloß der FPÖ-Mandatar.

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