- 09.12.2001, 12:16:02
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FP-Rambossek fordert EU-Gütesiegel!
Sonst wird sich das "Semperit-Debakel" noch sehr oft wiederholen!
St. Pölten (OTS) - Ein EU-Gütesiegel für Produkte, die in Ländern
der Europäischen Union hergestellt werden, regte heute der
freiheitliche Wirtschaftssprecher im NÖ Landtag, LAbg. Dkfm. Edwin
Rambossek, an. "Die Konsumenten dürfen nicht länger an der Nase
herumgeführt werden, sie sollen künftig über den Kauf eines
Qualitätsprodukts oder einer Billigware leichter entscheiden
können!", so der FP-Politiker. Mittelfristig würde eine derartige
Maßnahme auch zu einer stärkeren Absicherung von Betrieben im EU-Raum
führen. "Sonst wird sich das Semperit-Debakel noch sehr oft
wiederholen!" ****
Das Semperit-Werk in Traiskirchen sei nach den Standorten in
Irland und Belgien die letzte wesdteuropäische "Conti-Tochter", die
nun den östlichen Billiglohnländern zum Opfer falle, stellte der
freiheitliche Wirtschaftssprecher fest. Für ihn, Rambossek, sei dies
ein weiterer Beweis dafür, daß eine EU-Osterweiterung nicht aus
"humanitären" Gründen, sondern aus reiner "Profit-Gier" der
Wirtschaftslobbys betrieben werde. Rambossek: "Semperit ist nur das
erste von vielen Wirtschaftsdebakeln, die uns noch bevorstehen,
Niederösterreich ist aufgrund seiner Ostnähe das am meisten
gefährdete Bundesland!"
Während seit Jahren Conti-Werke in der Tschechei, Slowakei und
Rumänien vom deutschen Mutterkonzern aus Kostengründen "gepusht"
würden, wäre der österreichische Standort "scheibchenweise
ausgehungert" worden, kritisiert der freiheitliche Politiker.
Rambossek bezeichnete die "Auslagerungs-Taktik" von Firmen in
Billiglohnländer als wirtschaftspolitisch "extrem kurzsichtig": "Denn
wenn die Arbeitslosenzahlen steigen, sinkt im gleichen Maß die
Kaufkraft!", schloß der FPÖ-Mandatar.
Rückfragehinweis: NÖ Landtagsklub der Freiheitlichen
Pressestelle
Tel.: 02742/9005-13 444
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